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Was steht hinter ökologisch korrekter Elektronik?

Nachhaltigkeit ist ein Wort, mit dem sich viele Betriebe nur zu gern schmücken und auch in der Elektronik-Branche liest man dieses Wort immer häufiger bei Produkten. Ökologisch korrekte Elektronik ist jedoch nicht so einfach herzustellen, denn die Probleme beginnen meist bereits bei der Gewinnung von Rohstoffen. Dementsprechend selten gibt es bisher Produkte auf dem Elektronikmarkt, die gänzlich unbedenklich sind.

Grünes Image für Betriebe

Bis ein fertiges Elektronikprodukt im Laden zu kaufen ist, benötigt es zahlreiche Zulieferer- und Produktionsschritte. Aus Kostengründen lagern Unternehmen die Produktion in Länder aus, die billig produzieren. Dies geht oft zulasten der untersten Glieder in der Produktionskette, die nicht entsprechend entlohnt werden und die Elektronik oft unter schlechtesten Arbeitsbedingungen für den Westen fertigen. Gerade in den Zulieferländern für wertvolle Metalle, die in jedem Elektronikartikel zu finden sind, herrscht oft Krieg und der Handel wird von den Machthabern kontrolliert. Diese nutzen die Erlöse wiederum für Waffen, die oft auf die Bevölkerung gerichtet werden. Deshalb wird versucht weitgehend auf Lieferungen aus diesen Ländern zu verzichten und auch die Edelmetalle aus alten Geräten wieder zu recyceln, was ebenfalls ein wichtiger Schritt zur Vermeidung der Müllberge ist.

Faire Preise und gute Arbeitsbedingungen

Fairtrade ist im Moment noch schwer zu realisieren, umso wichtiger ist es, dass alternative Rohstofflager mit stabilen politischen Situationen gefunden werden bzw. den Fokus stärker auf das Recycling von Elektroschrott zu legen. Cleantech bezieht sich nicht nur auf „saubere“ Rohstoffe, sondern auf das gesamte Umfeld eines Produktes. Dies beginnt bei der Gewinnung der Rohstoffe, die die entsprechende Entlohnung der Arbeiter und endet bei der Nachbesserung der Arbeits- und Sozialstrukturen in den Produktionsländern. Besonders hier könnten große Betriebe rasch etwas bewegen, denn sie können von den Betreibern der Produktionsstätten bessere Bedingungen fordern.
Auch ThomasLloyd setzt sich intensiv mit dieser Problematik auseinander.

Ein weiter Weg

Ökologisch bedenkenlose Elektronik liegt noch in ferner Zukunft, trotzdem machen es erste Unternehmen vor. Noch handelt es sich dabei um einzelne Projekte, die jedoch von Erfolg gekrönt sind. Der Konsument ist bereit mehr für die Produkte, die mit gutem gewissen gekauft werden können, zu bezahlen, wodurch auch die Arbeiter auf unterster Ebene in der Produktionskette entsprechend entlohnt werden können.

Bild: DOC RABE Media – Fotolia

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