Home Allgemeinwissen „Webciety“ – Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts!

„Webciety“ – Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts!

Neue Technik und die unendlichen Weiten des Internets eröffnen ungeahnte Möglichkeiten und verändern auch Kommunikation und soziale Strukturen. Der Mensch als Teil des Webs. Willkommen in der „Webciety“!

Der recht neue Begriff „Webciety“ besteht sprachlich aus der Kombination der Begriffe „Web“ (als Synonym für das Internet) und „Society“ (eng. für „Gesellschaft“). Er beschreibt eine neue Form der Gesellschaft die ihre sozialen Kompetenzen und Angelegenheiten immer weiter ins Internet verlagert.

Statistisch gesehen haben circa 17 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet. In Europa nutzen mehr als die Hälfte der Einwohner regelmäßig das Internet. In circa 75 Prozent aller deutschen Haushalte steht ein Computer mit Internetanschluss. Jugendliche nutzen das Web wesentlich intensiver als ältere Menschen.

Insgesamt ist die Tendenz nach wie vor steigend.

Diese relativ junge Entwicklung hat tiefgreifende soziale und gesellschaftliche Änderungen zur Folge. Kommunikation ist ein zentrales Thema unserer Zeit geworden. Wer Internet hat ist nie allein!

Soziale Netzwerke wie Studivz, Lokalisten oder Facebook geben einem eine Vielzahl von Möglichkeiten seine Stimmung, Erlebnisse und Erfahrungen in Echtzeit mit hunderten von Menschen zu teilen. Bilder und Videos gehen über Portale wie Flickr oder Youtube innerhalb von Sekunden um die Welt.

Instant Messenger, Nachrichten-Portale, Bloggs und die eben erwähnten Plattformen führen somit zu einem Miteinander, das weit über die Grenzen des realen Erfahrens hinaus geht. Eine Gesellschaft die ihre eigene Dynamik hat. Ihre eigenen Regeln. Ihre eigene Geschwindigkeit.

Dabei wird immer mehr aus dem „Real Life“ (eng. für „echtes Leben“) in die Wiege des Internets verlagert. Unlängst ist es kein Problem mehr seine Bestellungen – seien es Pizzas, Kinokarten oder ganze Kühlschränke – im Internet abzuwickeln. Im Amt anstehen? Bald Vergangenheit. Bankgeschäfte, Kundenbetreuung und Meetings werden zum Teil des Webs. Und auch die Partnersuche hat sich bereits zu einem gewissen Teil ins Internet verlagert.

Kein Wunder also, dass mehr als die Hälfte der unter 30-jährigen eher auf den aktuellen Lebenspartner oder das Auto verzichten würden, als auf das Internet. Diese Erkenntnis geht aus einer Studie hervor, die im Zuge der CeBit 2009 von der BITKOM veröffentlicht wurde.

Manch einem mag der Gedanke einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Mit der Zunehmenden technischen Entwicklung und Integration von Angeboten im Internet wird die „Webciety“ aber immer mehr zur Realität.

Wie jede Entwicklung hat auch diese seine Schattenseiten. Der Staat ist mit der schnellen Entwicklung überfordert und ist nicht in der Lage Datenschutz und Sicherheit im World Wide Web zu realisieren. Die Gesetzeslage ist in Streitfragen überaus kompliziert und komplex. Mobbing, Betrug und Gewalt sind ebenso wie in der Realität auch im Internet anzutreffen.

Ob es jemals weltweite Regeln für die Webciety geben wird, wage ich zu bezweifeln. Immerhin besteht sie aus einem weit verzweigten Netz, dass weltumfassend alle Kulturen, Religionen und Gesellschaftsstrukturen durchdringt.

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One Comment

  1. […] Neben klassischen Sachen wie Internet Banking oder Online Shopping vereinen vor allem die Social Networks eine unglaubliche große Anhängerschaft. Und genau dieses enorme Wachstum von sozialen Netzwerken wie StudiVZ, Facebook oder Xing, wo Mitglieder von privaten Informationen bis zu Geschäftskontakten alles austauschen, ist der Ausgangspunkt der Webciety.  […]

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