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Weiterentwicklung in Diagnostik und Therapie

Weiterentwicklung in Diagnostik und Therapie

Lungenkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebsart bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen. In mehr als 80 Prozent der Fälle handelt es sich um den nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), der im fortgeschrittenen Stadium in der Regel mit einer ungünstigen Prognose verbunden ist. Eine der neueren Entwicklungen im Kampf gegen Krebs stellen die innovativen Therapieoptionen aus der Immunonkologie, wie zum Beispiel ein biotechnologisch hergestellter Antikörper von MSD Sharp & Dohme, dar. Erstmalig ist damit auch in Deutschland eine Therapie ohne vorangegangene Chemotherapie bei bestimmten Patienten mit fortgeschrittenem, das heißt metastasiertem, NSCLC möglich.

Test gibt Auskunft

„Die innovativen immunonkologischen Therapien erweitern das Spektrum unserer Behandlungsmöglichkeiten“, so Prof. Dr. Martin Reck, Chefarzt der Onkologie an der LungenClinic Grosshansdorf. „Sie bieten vielen Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium neue Behandlungsmöglichkeiten. Eine der Therapien kann, anders als bisher, bei bestimmten Patienten jetzt auch ohne vorangegangene Chemotherapie – also als Erstlinientherapie – eingesetzt werden. Voraussetzung ist ein Test, der Auskunft über bestimmte tumorspezifische Merkmale liefert. So lassen sich die Patienten identifizieren, die mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von einer Behandlung profitieren können.“ Im frühen Stadium besteht beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs eine Chance auf Heilung, sofern der Tumor vollständig entfernt werden kann. Hat der Krebs bereits im Körper Metastasen gebildet, spricht man von einem fortgeschrittenen Stadium. Eine Heilung ist jetzt in der Regel nicht mehr möglich.

Das Immunsystem – ein Schlüssel im Kampf gegen Krebs

Die innovativen Medikamente aus dem Bereich der Immunonkologie zielen darauf ab, das körpereigene Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs stark zu machen und zu reaktivieren. Immunzellen, die von den Krebszellen ausgetrickst und an ihrer Abwehrfunktion gehindert werden, können dadurch wieder in die Lage versetzt werden, die Krebszellen zu erkennen und diese zu bekämpfen – das Immunsystem wird sozusagen reaktiviert. Vor Therapiebeginn mit bestimmten immunonkologischen Substanzen muss bei einigen Anwendungsgebieten allerdings erst ein Biomarker-Test durchgeführt werden. Bei diesem Biomarker handelt es sich um bestimmte Merkmale auf der Oberfläche der Krebszellen. Mit dem Test wird geprüft, ob und in welchem Umfang bestimmte Oberflächenstrukturen vorhanden sind. Patienten, die eine große Anzahl dieser Strukturen aufweisen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit von bestimmten innovativen immunonkologischen Therapien zu profitieren.(djd).

Foto: djd/MSD SHARP & DOHME/shutterstock

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