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Wie entsteht eine Fata Morgana?

Eine Fata Morgana ist keine Halluzination, sondern eine sogenannte „Mirage“, also eine optische Illusion. In diesem Fall ist sie eine durch verschieden kalte Luft verursachte Erscheinung. Was genau da passiert und woher der Begriff seine Ursprünge hat, erfahrt ihr hier.

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Original aus dem Italienischen kommt der Begriff „Fata Morgana“ aus einer Zeit, als Hexen und Zauber noch für wahr gehalten wurden, denn „fata“ beschreibt die Fee und „Morgana“ die aus den Arthur-Sagen bekannte Hexe.

Viele glaubten, dass die Erscheinungen, die oftmals am Horizont zu sehen sind, von Hexen oder bösen Feen verursacht wurden, um Seefahrer in den Tod zu locken.

Die Fata Morgana gehört zu den sogenannten „superiro mirages“, wenn die Luft über der Sichtlinie wärmer ist, als die Luft darunter. Zwei verschiedene Temperaturschichten übereinander sorgen dann dafür, dass sich Lichtstrahlen brechen und die Erscheinung über dem eigentlichen Objekt zu sehen ist. Weil kalte Luft generell nicht nach oben und warme Luft nicht nach unten steigt, können diese Arten von Erscheinungen länger halten, als andere „Mirages“.

Eine Fata Morgana kann die Objekte, die sie abbildet sehr verändern, sogar so weit, dass sie sich innerhalb von Sekunden vor den Augen des Beobachters verändern, allerdings sollte sie nicht mit Halluzinationen und anderen visuellen Wirrungen verwechselt werden. Die Objekte werden meist gestaucht oder anderweitig verzerrt.

Ursprung des Begriffes

Morgan le Fay oder auch „Morgana“ ist ein Charakter der Arthur Sage und wird dort als Zauberin, Hexe und manchmal auch als Halbwesen von Feen geboren dargestellt. In der Geschichte um Merlin und Arthur spielt sie meistens die intrigante Antagonistin, die mittels alter Magie versucht, Camelot dem Untergang zu weihen. Das war jedoch nicht immer so, hat sich letzten Endes aber durchgesetzt.

Interessanterweise wurde sie um Italien – insbesondere Sizilien – herum immer öfter mit Wassergeistern in Verbindung gebracht, im Bretonischen (einer Unterart des Keltischen) gilt „Morgan“ auch heute noch für Wassernympfen. Auch Sirenen sollten mit Morgana verkehren und diese Fabelwesen waren ja allgemein dafür bekannt, dass sie unerfahrene Seemänner in die Tiefen des Meeres ziehen wollten, weshalb man bei der Fata Morgana wohl gleich an diese Wesen denken musste.

Nicht zu Unrecht übrigens, ein „Entdeckter“ soll einmal sogar eine vermeintliche Bergkette nach sich benannt haben, die jedoch bei näherem Hinschauen nur eine Fata Morgana war und ihm seinen gesamten Ruf ruinierte.

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