Home Allgemeinwissen Ökolandwirtschaft auf der „Grünen Woche“

Ökolandwirtschaft auf der „Grünen Woche“

Am Freitag begann in Berlin die 73. Internationale Grüne Woche, die weltgrößte Landwirtschaftsmesse. 1.500 Aussteller aus der Landwirtschaft und dem Lebensmittelbereich stellen noch bis zum 27. Januar an die 100.000 Produkte aus aller Herren Länder aus. Partnerland ist in diesem Jahr die Schweiz.

Alles dreht sich um das Thema Essen, Ernährung, Anbau und Landwirtschaft. Vor allem in der konventionell geführten Landwirtschaft. Wie sieht es aus mit den Bio-Bauern? Die sind immer mehr vertreten, gerade auch weil der Bedarf an ökologisch angebauten Lebensmitteln in den letzen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Fünfzig Öko-Aussteller präsentieren sich auf 3.000 Quadratmetern Hallenfläche, deren Schwerpunkt die nachhaltige Landwirtschaft und der Biomarkt sind. Bäcker, Imker, Käser und Winzer bieten ihre Produkte zum Kosten an – nachhaltige Landwirte demonstrieren auf einem Erlebnisbauernhof innovative Methoden in der Produktion und führen artgerechte Tierhaltung vor.

Doch trotz Bio-Hype und verstärkter Nachfrage scheint der Ökolandbau immer noch der kleine Bruder der konventionellen Landwirtschaft zu sein. Die erhöhte Nachfrage nach Bioprodukten, vor allem regionalen, könne allein aus dem Inland gar nicht gedeckt werden – zu wenige Betriebe produzierten nachhaltig und der Umstieg sei oft schwer, wie es in einem Artikel der Tageszeitung heißt. Anlass zu Diskussion und Austausch bietet die Messe vor allem in diesen Fragen der Agrarpolitik.

Dass der ökologische Landbau mehr gefördert werden müsse, geht auch aus einer gerade erschienenen Studie des Bundesamtes für Naturschutz hervor. Die Landwirtschaft sei immer noch ein Hauptverursacher des Rückgangs der biologischen Vielfalt. Stark gestiegene Preise und Konkurrenz um Flächen für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mache es einer ökologisch sinnvollen Bewirtschaftung schwerer.

Angesichts der weiter steigenden Nachfrage ist die Biobranche jedoch optimistisch – und kämpft auch weiterhin für bessere Konditionen im Handel und mehr Investitionen in die Ökobetriebe. Präsentieren wird sie sich nämlich demnächst wieder auf der größten Messe für Bio-Produkte, der BioFach in Nürnberg vom 21. bis zum 24. Februar 2008.

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