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Yellowstone Nationalpark – Vulkanische Aktivität unter der Erdoberfläche

Der Yellowstone Nationalpark ist definitiv einer der faszinierendsten Nationalparks weltweit. Dort leben unzählige Tiere und viele prächtige Pflanzenarten, die dem Park eine einzigartige Kulisse geben. Allerdings lauert neben all dem Schönen auch etwas Gefährliches tief unter der Erdoberfläche.


Unter dem im Norden der USA gelegenen Nationalpark erstreckt sich ein etwa 640 Kilometer langer Magmaschlauch, der äußerst aktiv ist und von den Wissenschaftlern genauestens beobachtet wird. Ein Ausbruch des unterirdischen Vulkans könnte zu einer weltweiten Katastrophe führen.

Yellowstone Nationalpark – Sprudelnde Geysire

Dauernd aufsteigender Schwefelgeruch und sprudelnde Geysire zeugen von der Aktivität des gigantischen unterirdischen Vulkans, der von Spezialisten auch als Supervulkan bezeichnet wird. In den vergangenen zwei Millionen Jahren gab es drei große Eruptionen sowie viele kleinere Ausbrüche. Der letzte große Ausbruch fand vor etwa 640.000 Jahren statt, wobei die Erdkruste einstürzte und einen überdimensionalen Krater zurückließ, bei dem es sich um den heutigen Yellowstone Park handelt.

Hohe vulkanische Aktivität

Die hohe Aktivität des Vulkans unter der Erdoberfläche lässt darauf schließen, dass es irgendwann zu einem Ausbruch kommen kann. Sollte dies tatsächlich geschehen, hätte dies katastrophale Auswirkungen. Die Bundesstaaten Montana, Idaho und Wyoming würden von etwa 800 Grad Celsius heißer Glut überspült werden und ganz Nordamerika würde von einem dichten Ascheregen heimgesucht werden, wodurch die Infrastruktur zum Erliegen kommt. Zudem hätte dies schwerwiegende Auswirkungen auf die globalen Wetterbedingungen.

Yellowstone Park – „Hot Spot“

Bei dem Yellowstone-Vulkan handelt es sich nicht um einen Vulkan im klassischen Sinne. Der Yellowstone liegt über einem so genannten Hot Spot, wobei es sich um einen Bereich in der Erdkruste handelt, aus dem flüssiges Gestein nach oben steigt und sich in Magmakammern ansammelt. Wenn die Erdkruste dünn ist, kann diese irgendwann durchbrechen. Aufgrund der Plattentektonik wandert die Erdkruste über den Hot Spot hinweg.

Aber besteht nun eine unmittelbare Gefahr eines Ausbruchs? Der Antwort dieser Frage widmen sich viele Wissenschaftler, die dank vieler Hightech-Methoden die Hebung der Erdoberfläche ermitteln können. Allerdings ist das Verhalten einer solchen Magmakammer nicht mit ein paar Zahlen hervorzusagen. Auch wenn kurzzeitig eine vermehrte Hebung erkennbar war, hat sich dieser Zustand wieder normalisiert, was definitiv nicht auf einen bevorstehenden Ausbruch schließen lässt.

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