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Wie funktioniert ein Lügendetektor?

Wenige Testverfahren sind so umstritten wie der eines Lügendetektors. Der Grund dafür ist sehr einfach: Lügen können nicht gemessen werden, wohl aber bestimmte, unbewusste Körperreaktionen, die beim Lügen auftreten. Einem normalen Menschen ist es nahezu unmöglich, diese zu unterdrücken, sie können durch einen Abgleich mit bestimmten Äußerungen, deren Wahrheitsgehalt unbestritten ist, erkannt werden.


Was misst ein Lügendetektor?

Um einen Lügner zu überführen, werden bestimmte Werte erfasst, die einen Rückschluss auf seine Anspannung bzw. Nervosität zulassen. Bei einem professionellen Einsatz sind dies der Blutdruck, die Atmung und der elektrische Widerstand auf der Hautoberfläche. Fängt ein Mensch auch nur leicht an zu schwitzen, wie dies beim Lügen in der Regel der Fall ist, erhöht sich der elektrische Widerstand deutlich. Um die Messwerte nicht zu verfälschen, muss der Betroffene allerdings still sitzen – Tests können deshalb nur durchgeführt werden, wenn der Untersuchende kooperiert. Die Parameter werden permanent und simultan in Diagrammen aufgezeichnet – aus allen Faktoren zusammen können Experten, wie z.B. die A&B Detektei am Standort Nürnberg, die Glaubwürdigkeit einer Aussage ablesen.

Wie läuft ein Lügentest ab?

Im Standardverfahren muss der Proband zunächst eine Zahl zwischen eins und zwanzig notieren, anschließend versucht der Tester, diese durch nachfragen zu erkennen. Die gewonnenen Daten gelten als Vergleichswerte für die Reaktionen bei späteren Antworten und individualisieren das Verfahren auf bestimmte charakterliche und körperliche Merkmale. Anschließend werden eine Reihe von entscheidenden Fragen – den sogenannten Tatfragen – und anderen Vergleichsfragen gestellt, die dazu dienen sollen, den Verdächtigen zu verunsichern. Diese lösen bei einem falschen Verdacht in dem Unschuldigen in der Regel eine sehr viel stärkere Reaktion aus, während sich ein Schuldiger vornehmlich auf die Tatfragen konzentriert. Sie dienen dementsprechend als indirekter Schlüssel für den Wahrheitsgehalt der Gesamtaussage.

Die Auswertung erfolgt über Grenzwerte

In der anschließenden Auswertung werden die Reaktionen auf die gestellten Tatfragen überprüft und zu denen der Vergleichsfragen in Beziehung gesetzt. Je nach Stärke der Reaktion wird ein Wert zwischen Null und drei vergeben. Übersteigt die Reaktion auf eine tatbezogene Frage die des Vergleichs, so ist von einer Lüge auszugehen und die Reaktion erhält ein negatives Vorzeichen. Zur Sicherheit werden drei inhaltlich gleiche Tatfragen gestellt – liegt ihr Gesamtwert bei -6 oder darunter, ist von einer Lüge auszugehen. Umgekehrt liegt es nahe, dass der Proband die Wahrheit sagt, bei Werten um Null ist keine definitive Aussage möglich.


Bild: Aamon – Fotolia

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