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Zeige mir deinen Autolack und ich sage dir wer du bist

Autofahrer in roten Flitzern sind Rowdies und silberne Autos werden nur von lahmen Rentnern gefahren? Die Farbe des Autos lässt oftmals Rückschlüsse auf den Fahrer und sein Verhalten auf der Straße zu. Studien zeigen, dass sich die beliebtesten Autolackierungen in den letzten Jahren immer wieder geändert haben und dass bestimmte Autofarben häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt sind als andere. Auch für den Wiederverkaufswert spielt die Autofarbe eine Rolle. Was sagt die Farbe Ihres Autos über Sie aus?

Die Bedeutung der Farben

Laut Farbpsychologen werden schwarze Autos, die beliebtesten in Deutschland, von willensstarken, seriösen und selbstbewussten Fahrern bewegt, die gerne auch mal schneller fahren. Silberne und graue Autos sind für viele Fahrer „praktisch“ und strahlen Zukunftsorientierung aber auch Nüchternheit aus. Weiße Autos wirken elegant und puristisch und werden oft von pflichtbewussten Menschen gefahren. Eine blaue Autolackierung strahlt Authentizität und Ruhe aus. Rot wirkt hingegen dynamisch, sportlich und impulsiv. Wer ein gelbes Auto fährt, gilt als lustig und einzigartig. Grüne Autos stehen häufig für unauffällige Fahrer, die die Natur mögen. Als Fahrer eines lila Autos wirkt man geheimnisvoll und kreativ. Ähnlich künstlerisch und individuell muten Menschen in einem orangen Auto an. Braune Autos gelten als kraftvoll und bürgerlich, während goldene Autos glamourös wirken.

Mit den Reizen spielen

Viele Autofans wissen um die Wirkung der Farbe ihres Autos und gestalten deshalb das Aussehen ihres Wagens individuell. Die Möglichkeiten reichen dabei von lustigen Aufkleber über getönte Scheiben bis hin zu einer neuen Lackierung. Seit ein paar Jahren sind matte Lackierungen ein neuer Trend in der Tuningszene, während die beliebten Rallye-Streifen schon Vintage-Charakter besitzen. Anstatt das Auto komplett neu zu lackieren, gibt es auch die Möglichkeit, sein Auto mit einer speziellen Folie zu bekleben und ihm dadurch ein neues Aussehen zu verleihen. Folien können großflächig auf jede Lackfläche geklebt werden oder speziell zugeschnitten nur einzelne Karosserieteile hervorheben. Eine Reflexfolie wie hier funktioniert wie ein Katzenauge, das einfallendes Licht zurückstrahlt. Dadurch fällt der Fahrer mit seinem Auto vor allem im Dunkeln auf.

Die Lieblingsfarben

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Lieblingsfarben für Autos weltweit immer wieder geändert. Während 1980 in Europa Rot, Grün und Gelb noch die ersten drei Plätze der beliebtesten Autofarben belegten, waren es zehn Jahre später schon die Farben Schwarz, Weiß und Silbergrau. 2013 hat sich diese Reihenfolge in Europa gedreht: Weiße Autos sind am beliebtesten vor grausilbernen und schwarzen Pkw. Zwischenzeitlich waren auch blaue und rote Autos noch sehr beliebt. In Deutschland waren die neuzugelassenen Wagen laut Kraftfahrt-Bundesamt mit jeweils mehr als ein Viertel zum größten Teil schwarz oder grau. Der Anteil der Neuzulassungen weißer Autos lag mit immerhin noch einem Fünftel auf Platz drei. Der Trend geht international eindeutig weg von farbigen Autos hin zu dezenten Lackierungen. Nur in der Tuningszene werden Autos durch auffällige Lackierungen, Farbakzente oder mithilfe von Reflexfolie aufgemotzt.
Auch für den Wiederverkaufswert spielt die Farbe des Autolacks häufig eine Rolle. So werden zur zeit gebrauchte, schwarze Autos für mehr Geld angeboten als eigentlich gleichwertige weiße Wagen.

Lautstärke und Unfallhäufigkeit

Mit dem eigenen Auto kann man viel über seine Persönlichkeit ausdrücken. Eine Studie von Center Automotive Research hat ergeben, dass als schreiend geltende Farben wie grün und gelb bei Autos auch tendenziell als lauter empfunden werden als weiße oder silberne Wagen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Autofarbe ist der Zusammenhang mit der Unfallhäufigkeit. Silberne Autos sind auf der Straße oft schwer zu erkennen und deshalb häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt. Auch rote Autos erkennt man in der Dämmerung nur schlecht. Helle Autos in Weiß, Grün, Gelb oder Beige werden dagegen auch bei Dunkelheit besser gesehen.

Foto: Fotolia, 97771586, Design Pics

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