Der Weltklimabericht auf dem Prüfstand

Der Weltklimabericht auf dem PrüfstandDer Weltklimarat hat sich nicht nur mit dem Umweltschutz und den Auswirkungen menschlicher Einflüsse zu beschäftigen, er muss auch über eine passende Darstellung der Ergebnisse stärker nachdenken. Zu groß sind die Unsicherheiten, die Berichte in der Vergangenheit ausgelöst haben. Dadurch wurden zum einen die Skeptiker gestärkt und zum anderen die Motivation des Einzelnen gebremst, sich für das Klima zu engagieren.

Das Kommunikationsdilemma des Weltklimarats

Der erste Teil des aktuellen Sachstandsberichtes des Weltklimarats zeigte eine unveränderte Kommunikationsstrategie. Die Wissenschaftler arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, die sie allerdings nicht in Prozentzahlen ausdrücken, sondern in umschreibenden Formulierungen. Grund sind die negativen Erfahrungen mit dem letzten Sachstandsbericht, als sich der Weltklimarat mit Vorwürfen wegen falscher Prognosen oder Analysen hinsichtlich der Gletscherschmelze im Himalaya konfrontiert sah. Das Dilemma, dem sich die Wissenschaftler bei der Entwicklung der komplizierten und komplexen Klimamodelle ausgesetzt sehen, ist zu einem Großteil in der menschlichen Psyche begründet: Die klar und transparent formulierte Unsicherheit der wissenschaftlichen Aussagen wird von vielen Menschen als fehlende Kompetenz und Motivation zur Verharmlosung der

Informationen wahrgenommen.

Bevölkerung unterschätzt die langfristigen Folgen des Klimawandels
Was die Menschen nicht am eigenen Leib erfahren, wird nicht direkt als Bedrohung wahrgenommen. Die Erderwärmung ist für die meisten weit weg, auch der nachgewiesene Zusammenhang zu extremen Wetterereignissen verharmlost noch immer die Folgen des Klimawandels – die eigene Erfahrung als Beweismittel fehlt. Hinzu kommt, dass die Komplexität des Klimasystems mit den vielen, zum Teil noch nicht bekannten Einflussfaktoren schon für hochqualifizierte Wissenschaftler kaum zu erfassen ist, geschweige denn für die Mehrheit der Bevölkerung. Die Herausforderung für den Weltklimarat liegt nun also darin, eine geeignete Kommunikationsstrategie zu finden, um zum einen den Skeptikern mit stichhaltigen Argumenten den Wind aus den Segeln zu nehmen und zum anderen um Vertrauen in die Verlässlichkeit der eigenen Aussagen zu werben und damit eine wichtige Motivation zu umweltbewusstem Handeln zu geben. Für den zweiten Teil des Sachstandsberichtes, der die Auswirkungen des Klimawandels zum Gegenstand hat, wird deswegen eine Ausrichtung auf die möglichen Risiken erwartet.

Fazit

Der Weltklimarat hat folgendes Problem: Versieht er seine Analysen und Prognosen zu den Folgen des Klimawandels mit einer gewissen Unsicherheit, fehlt es an Akzeptanz und Verständnis in der Bevölkerung oder befeuert sogar die Argumentationen der Klimaskeptiker. Weitere umweltrelevante Themen behandelt u.a. die Seite erneuerbare-energie-fakten.de.

Bild: Tom Bayer – Fotolia

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