Genau durchdacht: Spielplatzarchitektur

Sicherheit wird gerade im öffentlichen Bauwesen sehr ernst genommen, was auch daran liegen mag, dass es größere Wellen schlägt, wenn tatsächlich mal etwas passiert. Ein ganz besonderes Augenmerk wird dabei auf Kinderspielplätze gelegt.

Schon bei der Konstruktion von öffentlichen Spielgeräten tüfteln Architekten und Statiker an ergonomischen Formen um ein gesundes Spielerlebnis zu ermöglichen und das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten.

Die Anordnung der Spielgeräte ist ebenfalls ein Thema für die Architekten, das durch die DIN-Norm 1176 genau geregelt wird. Es geht um den Platzbedarf von „Geräten mit Zwangsbewegung“ – wie Schaukeln, Freiräume am Ende von Rutschen und genügend Platzangebot zum Erklimmen von Spielgeräten.

Für den Heimgebrauch ist die DIN EN 76 ausreichend, der Spielgeräte aus dem Baumarkt entsprechen. Für Spielgeräte aus einem Bausatz zählt diese Norm jedoch nicht, deshalb sollte man vor Ort überprüfen, ob die Qualität ausreichend ist.

Wer für den heimischen Garten ein sicheres, langlebiges Spielgerät haben möchte, aber nicht bereit ist, in ein teures Gerät zu investieren, das der öffentlichen Norm entspricht, kann sich ein Spielgerät selbst bauen. Bauanleitungen gibt es zuhauf im Internet und wenn man einige Tipps beachtet, halten Schaukeln, Rutschen und Co. gut und gern zehn Jahre.

So sollten Balken immer in „Schuhen“ aus Metall verankert werden – das verhindert das vorzeitige Faulen des Holzes. Ein Anstrich im Zweijahrestakt schützt nicht nur, sondern lässt das Holz auch länger schön aussehen. Eine Abdeckplane im Winter ist ebenfalls ratsam, damit gefrorenes Wasser in Holzritzen beim Auftauen nicht die Holzfaser sprengt. Länger als eine Dekade werden Spielgeräte ohnehin selten gebraucht. Dann dienen sie höchstens für die Enkelkinder.


Bild: Frede Calli – Fotolia

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