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Chemie im Alltag – Formaldehyd

Formaldehyd ist bei normaler Raumtemperatur eine gasförmige Chemikalie, die zu der Stoffgruppe der Aldehyde gehört. Er ist sehr gut löslich in Wasser und Alkohol. Die wässrige Lösung von Formaldehyd ist unter dem Namen Formalin ein wichtiges Handelsprodukt und wird für Desinfektionsmittel oder als Basis für andere Werkstoffe im täglichen Leben genutzt.

Für Formaldehyd war bereits eine Verbotsverordnung wegen des Verdachts auf Krebserzeugung fertig ausgearbeitet, deswegen ist der Einsatz dieses Stoffen eher kritisch zu betrachten. Die Verbotsverordnung wurde damals im letzten Moment wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung der chemischen Zusammensetzung für die Industrie verhindert.

Der Belastungsfaktor als Desinfektionsmittel, in Textilprobukten oder sogar Süßungsmitteln ist  eher gering doch nicht von der Hand zu weisen. Gerade in der Verarbeitung von zum Beispiel Holzwerkstoffen wie Spanplatten wird Klebstoff auf Basis von Formaldehyd verwendet. Die Dämpfe kann man deutlich riechen und sollte deswegen eine ausreichend lange Belüftung der Räume nach einer Bauphase unbedingt beachten.

Formaldehyd – Gefährlich für den Menschen

Üblicherweise wird Formaldehyd im Körper zu Ameisensäure oxidiert. Bei einem Teil der Formaldehydgeschädigten ist diese Reaktion offensichtlich blockiert. Bei ihnen wird das Formaldehyd in Methanol umgewandelt, so daß eine Methanolvergiftung entsteht. Folgen können weitreichende Nervenschäden sein.

Einsatzgebiet von Formaldehydbelastung

Formaldehyd wird in erster Linie für die Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet. Andere Produkte auf Formaldehyd-Basis sind zum Beispiel Süßstoffe, Bindemittel, Klebstoffe, Textilhilfsmittel, Düngemittel, Konservierungsmittel, Selbstbräuner und viele andere Produkte aus unserem Alltag.

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