Akkuschrauber

Do it yourself wird immer beliebter – egal, ob es sich dabei um Salben, Tees, Badezusätze oder kleine Möbelstücke handelt. Letzteres, das Heimwerken, wird von vielen Hobbyhandwerkern immer mehr geschätzt. Etwas mit den eigenen Händen erschaffen, mit Holz arbeiten und nützliche Dinge für den eigenen Haushalt oder Freunde herstellen, das ist der Antrieb. Wer das richtige Händchen und vor allem das nötige Werkzeug besitzt, kann praktische und hübsche Möbelstücke herstellen. Besonders ein Werkzeug ist sehr wichtig, wenn man Kraft und Zeit sparen möchte: Der Akkuschrauber

Defintion

Ein Akkuschrauber ist ein Werkzeug, welches Batterie- beziehungsweise Akkubetrieben wird und mit dessen Hilfe Schraub- und Bohrarbeiten durchgeführt werden können. Dank des eingebauten Akkus wird der Schrauber kabellos und somit sicher in der Hand geführt.

Eigenschaften

Ein Akkuschrauber ist in der Regel sehr robust und bei richtiger Pflege langlebig. Es gibt verschiedene Modelle, die auf Toom zu finden sind, von denen die meisten sowohl Schrauben eindrehen und entfernen als auch kleine Bohrungen durchführen können. Die Arbeiten sind in sekundenschnelle erledigt, da durch die Batterie beziehungsweise den Akku kein großer Kraftaufwand nötig ist. Für die Arbeiten werden Bits benötigt, daher ist jeder Akkuschrauber mit einer Sechskantaufnahme ausgestattet. Es gibt auch Vierkantaufnahmen für Stecknüsse, das ist jedoch eher selten der Fall. Die Drehzahlen liegen bei maximal 800 min-2, das ist für Schraubarbeiten ausreichend. Die Bauform ist kurz gehalten, damit der Akkuschrauber handlich ist.

Welche Arbeiten kann ich mit einem Akkuschrauber durchführen?

Mit einem herkömmlichen Akkuschrauber können Schraub- und kleine Bohrarbeiten durchgeführt werden. Wer aufwendigere Arbeiten erledigen möchte, sollte zu einem Akkubohrschrauber greifen. Dieser verfügt über ein Bohrfutter, mindestens zwei Einstellungen für das Drehmoment sowie einer längeren Bauform. Wer in Leichtbeton- oder Ziegelwände bohren möchte, sollte sich einen Akku Schlagbohrschrauber besorgen. Dieser ist mit einem extra Schlagwerk ausgestattet, unterscheidet sich sonst jedoch nicht von einem Akkubohrschrauber.

Leistungsfähigkeit

Normalerweise sind die Akkuschrauber mit einem Lithium-Ionenakku ausgestattet. Mit ihm ist die Leistungsabgabe gleichbleibend, viele Modelle verfügen über eine spezielle Steuerungselektronik, die eine Tiefenentladung verhindert. Es gibt auch Modelle, die mit einem NiCd-Akku ausgestattet sind. Dieser zeichnet sich aus durch eine hohe Leistungsfähigkeit, allerdings kann hier der Memory Effekt auftreten. Hierbei lädt sich der Akku nicht vollständig auf, da er sich beim vorherigen halben Aufladen nur den halben Ladestand gespeichert hat. Daher sollte bei einem NiCd-Akku stets vollständig aufgeladen werden. Lithium-Ionenakkus haben eine kurze Ladedauer, da sie mit einem Schnellladegerät aufgeladen werden können, bei einem NiCd-Akku funktioniert das nicht, die Ladedauer ist erheblich länger. Bei einem NiCd-Akku liegen die Ladezyklen zwischen 800 und 1500, bei einem Lithium-Ionenakku liegen sie zwischen 500 und 800.

Worauf achten beim Kauf?

Beim Kauf eines Akkuschraubers sollten Sie vorher bereits wissen, für welchen Zweck sie ihn benötigen. Wer nur selten damit arbeitet, braucht keinen sonderlich robusten Schrauber und keine große Speicherkapazität. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, den Akkuschrauber einen Tag vor der Arbeit aufzuladen, am besten über Nacht. Für gelegentliche Arbeiten reicht ein herkömmlicher Schrauber aus, der Schrauben sauber ein- und ausdreht. Wenn jedoch zeitaufwendige Arbeiten vorgenommen werden, sollte die Speicherkapazität keinesfalls unter zwei Stunden liegen, ideal sind eine Kapazität von vier Stunden oder mehr. Damit können Sie ungefähr 400 Schrauben ein- und ausdrehen. Um ohne große Unterbrechung arbeiten zu können, sollte die Ladedauer nicht über zwei Stunden liegen.

Wer den Akkuschrauber regelmäßig und für längere Arbeiten nutzt, sollte mindestens einen Lithium-Ionenakku mit 14,4 Volt besitzen, für gelegentliche kleinere Arbeiten genügen 7,2 Volt. Ein Gerät über 18 Volt ist oft nicht nötig, das benutzen berufliche Handwerker für sehr umfangreiche Arbeiten. Jedoch sollte der Akkuschrauber bei regelmäßiger Nutzung sehr robust sein, damit Sie lange etwas von ihm haben.

Insgesamt sollte das Werkzeug über mindestens zwei Gänge verfügen. Einen zum Schrauben und einen zum Bohren, falls diese Option gewünscht ist. Ebenfalls wichtig ist die Drehmomentbegrenzung. Diese versenkt die Schrauben nicht im Holz und ist sehr handlich, ansonsten kann es passieren, dass das Handgelenk verdreht und die Schrauben überdrehen.

Fazit

Ein guter Akkuschrauber muss nicht teuer sein, jedoch sollte er über die wichtigsten Merkmale verfügen. Dazu gehören eine Ladedauer von maximal zwei Stunden, eine Speicherkapazität von mindestens zwei, besser vier Stunden sowie zwei Gängen und 7,2 Volt für kleine Arbeiten sowie 14,4 Volt für größere Arbeiten. Wer mit dem Schrauber bohren möchte, benötigt ein Modell mit Bohrfutter, ein Schlagbohrakkuschrauber kann zusätzlich in Ziegel- und Betonwände bohren.

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