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Jack Kerouac’s: On the Road

Im Jahre 1957 wurde “On the Road”, von Jack Kerouac, veröffentlicht. Es gibt bis heute wenige Bücher die eine ganze Generation beeinflusst haben. „On the Road“ gehört dazu.

Jack Kerouac’s „On the Road“ (oder dt. Unterwegs) beschreibt die rastlose Reise eines jungen Mannes, der vom Amerika der späten 1940ern müde war. Die Geschichte wurde durch ihr rasantes Tempo, die schrägen Charaktere und das rauschhafte Suchen nach dem wahren amerikanischen Traum, zum Manifest einer Generation, der „Beat Generation.“ Erstmals ist letztes Jahr, nach gut 50 Jahren, die Urfassung von „Unterwegs“ erschienen. So wie Kerouac es haben wollte.

Jack Kerouac – „On the Road“ mit Cassidy, Ginsberg und Burroughs

Der RomanUnterwegs“ beschreibt die Reise von Sal Paradies (dem Alterego Jack Kerouacs) kreuz und quer durch die USA, nach Mexico und wieder zurück. Ständig in Bewegung, ständig drauf, ohne eine Pause. Die Geschichte ist teils autobiographisch und teils mit Fiktion angereichert. Die Charaktere, mit denen Sal Paradies unterwegs ist, basieren auf wahren Freunden von Jack Kerouac. Kennengelernt hatte sich die Gruppe, die als Urväter des Beats gelten, an der Columbia University in New York. Hier trafen Alan Ginsberg, Neil Cassidy und Jack Kerouac aufeinander.
Jack Kerouac und Neil Cassidy, der dem Charakter des Dean Moriarty als Vorbild diente, waren in Wirklichkeit auch ruhelos durch die USA gereist. Zwar reiste Kerouac oft alleine, doch die Wege der Rastlosen kreuzten sich auf den Reisen. Den Charakter des Dean Moriarty kann man als den Vorzeigecharakter der Beat Generation ansehen: Er ist ständig in Bewegung und fordert dies  auch von anderen, er ist egoistisch bis zu einem Punkt an dem er fast schon selbstzerstörerisch ist.

Unterwegs- Sex, Drugs & Jazz

Die Geschichte beginnt damit, dass sich Sal Paradies von seiner Frau getrennt hat. In New York trifft er dann den rastlosen, wahnsinnigen und durchgeknallten Typen Dean Moriarty. Dean, der ständig durch die USA reist und dabei in ungefähr jeder Stadt eine andere Frau an seiner Seite hat, nimmt Sal mit auf eine Reise ins wahre Leben, ins echte Amerika. Dabei kreuzen sie die Wege von anderen rastlosen jungen Männern. Von einem Schlafplatz zum Nächsten, von einem Drogentrip in den Nächsten, von einem Mädchen zum Nächsten. Das ist unterwegs.

Unterwegs – Sprache als Stilmittel

Das besondere an Unterwegs ist vor allem die Sprache. Es ist geschrieben, wie man spricht. Die Erzählstränge fügen sich teilweise lose an manchen Stellen ohne Punkt und Komma zusammen. Kerouac beschreibt teilweise einzelne Handlungen bis ins kleinste Detail, worauf er ein paar Seiten später eine Reise über mehrere Tage hinweg, in nur einigen Sätzen wiedergibt. Dies kann man als Spiegel einer lückenhaften Erinnerung sehen. Die Reisen, die so oder in abgewandelter Form stattfanden, waren natürlich von Alkohol und Drogen geprägt, was sich natürlich auch  in der Erinnerung und Konzentration wiederspiegelt.

Die Bedeutung heute

Die Geschichte, hat Kerouac der „Legende“ zu Folge innerhalb von drei Wochen im Wahn, auf Kaffee und Speed, auf einer aus Butterbrotpapier zusammen geklebten Rolle schrieb, ist mittlerweile über 50 Jahre alt und noch lange nicht müde. Sie zählt zu den Klassikern amerikanischer Gegenwartsliteratur. Bei jungen Leuten auf Reisen darf sie eigentlich nicht im Rucksack fehlen, beschreibt sie doch das Lebensgefühl einer Generation. Die Einstellung zum Leben, dass das Leben mehr zu bieten hat als eine fünf Tage Woche, Rente und dann Tod. Denn Leben heißt suchen.

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