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Spanische Architektur gestern und heute: Wissenswertes

Mit spanischer Architektur verbinden die meisten Menschen maurische Bauwerke wie die Alhambra in Granada, prachtvolle Stadthäuser aus dem 19. Jahrhundert und idyllische Fincas, in denen die Zeit der letzten Jahrhunderte still zu stehen scheint. Aber auch die moderne Architektur Spaniens hat weltweite Aufmerksamkeit erregt und Anerkennung gefunden. Eine Reise durch Spanien wird somit zugleich zu einer Reise durch die europäische Architekturgeschichte.

Die Alhambra in Granada

Das berühmteste Bauwerk Spaniens und zugleich die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in ganz Europa ist die Alhambra auf dem Sabikah-Hügel in Granada. Die Burganlage misst bis zu 220 Meter und erstreckt sich auf einer Länge von 740 Metern. Doch nicht diese gewaltigen Ausmaße, sondern vor allem die Ausgestaltung machen die Burg zu einem einzigartigen Meisterwerk. Die Residenz des Kalifen nimmt die Kunstformen der Mauren auf, die sich vor allem durch Säulengänge und Ornamente auszeichnen. Der Betrachter taucht ein und glaubt schnell, sich in einem Märchen aus 1001 Nacht zu befinden.

Spanische Architektur im 20. Jahrhundert

Nachdem die Mauren aus Spanien vertrieben wurden, konnte sich eine eigenständige spanische Architektur erst wieder im 19. und 20. Jahrhundert herausbilden. Antoni Gaudí (1852-1926) wird heute als größter Architekt verehrt, auch wenn er zu Lebzeiten dem Spott seiner Landsleute ausgesetzt war. Sein Meisterwerk, die Sagrada Familia, die große katholische Basilika in Barcelona, gilt heute nicht nur als Wahrzeichen der Stadt, sondern als Symbol für das moderne Spanien schlechthin. Gaudís Zeitgenossen mochten sich mit diesem Werk nicht anfreunden, ihnen erschien der Bau zu extravagant und frech.

Meisterwerke nach Franco

Erneut geriet die spanische Architektur in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch die Errichtung des Franco-Regimes ins Stocken. Erst nach dem Sturz des Diktators konnte sich auch die Architektur wieder ungehindert entfalten. Berühmte Architekten wie Rafael Moneo, Santiago Calatrava und Ricardo Bofill schufen Meisterwerke. Die Einflüsse europäischer Architekturgeschichte sind zwar sichtbar – doch den spanischen Architekten gelang es gleichwohl, eine eigene Formensprache zu entwickeln. Besonders sehenswert sind die modernen Bauten des Atocha Hauptbahnhof in Madrid (Moneo), La Ciudad de las Artes y las Ciencias (Stadt der Künste und Wissenschaften) von Santiago Calatrava und das Nationaltheater in Barcelona (Bofill).

Spanien ist bietet jedem Architektur-Interessieren eine Bandbreite an tollen Sehenswürdigkeiten. Ob Sie nun einen Kurzurlaub in Barcelona planen, eine Studienreise in Madrid oder Granada machen oder sogar mit dem Gedanken spielen eine Immobilie auf Mallorca zu erwerben, können Sie z.B eine Finca von Anbietern wie Dost & Co. kaufen.

Bild: fotobeam.de, Fotolia

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