» Vermehrung


Autor: Martin

Dass Eier aus Massentierhaltung ein Problem aufwerfen ist vielen bekannt, dass jedoch die Legehennenzucht schon eine Stufe vorher ein Problem darstellt, soll hier erläutert werden.

Legebatterie GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Irgendwo müssen die Hühner ja her kommen, die die Eier legen sollen. Hierzu gibt es spezielle Zuchtbetriebe. Diese züchten jedoch nur weibliche Hühner und keine männlichen, denn diese legen keine Eier und sind auch für die Fleischproduktion nicht brauchbar. Naturgemäß schlüpfen aus den Eiern 50% weibliche und 50% männliche Hühner. Was nun also machen mit den männlichen Kücken?    [...mehr]



Autor: Martin

Jeder dürfte sich schoneinmal eine Virusinfektion zugezogen haben. Grippe dürfte dabei eine der verbreitetsten Viruserkrankungen sein. Wie gelingt es jedoch diesen Schädlingen uns zu infizieren?

Virion GNU-Lizenz für freie DokumentationViren sind nicht dazu in der Lage sich selbst zu reproduzieren. Hierzu benötigen sie Hilfe und diese Hilfe holen sie sich z.B. von uns Menschen. Wir helfen, allerdings unfreiwillig. Hierbei stellen sich Viren sehr geschickt an. Kommen sie in unseren Körper brauchen sie Körperzellen, um sich zu reproduzieren. Doch wie sollen sie überhaupt in eine Zelle gelangen? Zellen sind schließlich von einer schützenden Membran umgeben. Da ist kein durchkommen. Anstatt es mit roher Gewalt zu versuchen, stellen sich Viren schlauer an. Sie übertölpeln die Zellen. Sie tun so, als seien sie ein erwünschter Gast. Die Zellen müssen ja schließlich versorgt werden. Damit dies gelingt, müssen sie bestimmte Stoffe durch die Membran durchlassen. Der Virus heftet sich nun an die äußere Membran der Zelle an und tut so, als würde er gebraucht. Die Zelle lässt sich austricksen und transportiert freiwillig den Virus in einer Kapsel ins innere.

bacteriophage GNU-Lizenz für freie DokumentationDamit ist jedoch noch kein Sieg für den Virus erreicht. Die Gefahr besteht, dass er in der Kapsel zur “Verdauung” gebracht wird und in seine Einzelteile zerlegt wird. Er muss also noch aus der Kapsel ausbrechen. Hierzu ändert der Virus seinen ph-Wert und kann aus der Kapsel entkommen. Nun ist er also in der Zelle. Für seine Reproduktion benötigt es jedoch noch mehr.

Viele Viren lassen sich reproduzieren, indem sie der Zelle ihren eigenen genetischen Code unterjubeln. In den Bauplan, nach dem die Zelle Proteine baut, schmuggelt der Virus den eigenen Bauplan. Die Zelle bemerkt es nicht und fängt nun munter an Viren zu produzieren. So viele bis selbst zerstört wird. Ist das passiert suchen sich die Viren eine neue Zelle und das biologische Spiel geht von vorne los.



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Autor: Martin

Wie vermehren sich Regenwürmer eigentlich? Verbreitet ist die Annahme, beide Teile eines durchtrennten Regenwurmes könnten weiterleben. Das wäre sicherlich keine angenehme Art der Vermehrung, aber es stimmt auch nicht.

kopulierende Regenwürmer GNU-Lizenz für freie DokumentationRegenwürmer können durch Unfälle, wie unvorsichtige Spatenstiche, aber auch durch eigengen Willen getrennt werden. Wird ein Regenwurm z.B. von einem Beutetier erwischt, kann er sich selbst abschnüren und so teilen. Der eine Teil wird dem Beutetier überlassen und der andere verschwindet schnell. Dabei sollte der Regenwurm jedoch vorsicht walten lassen, denn nicht alle Teile können regeneriert werden. Unweit der Mitte sitzen z.B. lebenswichtige Organe. Diese kann der Wurm nicht regenrieren. Ebenso kann der abgetrennte hintere Teil keinen vorderen Teil ausbilden. Er regenriert zwar in gewisser Weise, aber das Ergebnis ist ein Regenwurm mit zwei hinteren Enden. Das führt dazu, dass er kein “Mund” hat, nicht fressen kann und verhungert. Also ist nur der vordere Teil überlebensfähig. Wird allerdings nur ein kleiner vorderer Teil entfernt, stirbt dieser ab, kann aber von dem Rest wieder regeneriert werden. So lassen sich die Regenwürmer jedenfalls nicht vermehren. Regenwürmer sind Tiere, die man als Zwitter bezeichnet. Sie haben also zwei Geschlechter. Deshalb könnten sie sich rein theoretische mit sich selbst fortpflanzen. Einige wenige Regenwurmarten machen dies auch. Die meisten holen sich dennoch einen Partner. Dabei kommt es zu einem Spermienaustausch und gegenseitiger Befruchtung. Dadurch wird der biologische Genpool gemixt und die Anpassungsfähigkeit an Umwelteinflüsse erhöht. Dann legen die Regenwürmer – so wie Blutegel – Eier in Kokons ab. Aus diesen schlüpft dann nach nicht allzu langer Zeit ein neuer Regenwurm. Der Kompostwurm (Eisenia foetida) wurde übrigens 2004 zu dem „Wirbellosen Tier des Jahres“ gekrönt. Welch eine Ehre.    [...mehr]


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