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Wenn die Flut kommt von Katherine Towler

Wenn die Flut kommt – Katherine Towler kennt sich damit aus, mit Gefühlen, die in Flutwellen an die Brandung gespült werden. Und schreibt darüber.

Wenn die Flut kommt ist ein Roman über ein junges Mädchen auf einer einsamen Insel, das erwachsen werden muss. Alice hilft ihrer Mutter im einzigen Inselladen, während diese über Kopfschmerzen klagt und auf dem Sofa liegend rauchen muss. Auf der einsamen Insel weht ein rauer Wind, die Menschen sind arm und haben nur sich mit ihren vielen kleinen Geschichten, an die sie sich klammern wie Ertrinkende an ihr Floß.

Da trifft Alice den schrobigen Kerl Ethan. Ein eckiger Mann mit einem steinigen Gemüt, so steinig wie die Bilder, die er malt: Felsenküsten, Steine am Strand, Mauervorsprünge. Nebenbei ist er der Leuchttürmwärter der Insel und offenbar verliebt in Alice. Zumindest fährt er sie abends gern nach Hause und eines Abends drückt er ihr auch einen zarten Kuss auf die Lippen.

Beide treffen sich lange heimlich, schmusen im weichen Sand vor den brausenden Wellen und stören sich nicht daran, dass Ethan zehn Jahre älter als die junge Alice ist. Diese bleibt in ihrer Jugend auch nicht unbefleckt: Gerade, als Ethan in den Krieg auf das Festland zieht, stellt das junge Mädchen fest, dass sie schwanger ist.
Und als ob das nicht genug wäre, muss Alice auch noch erfahren, dass Ethan auf dem Festland ein Mädchen aus Collegezeiten heiratet und gar nicht im Sinn hat, jemals wieder auch nur eine Zehe auf den Inselboden zu setzen.
Was nun? Wie geht´s weiter? Das müsst ihr am besten selbst heraus finden 😉 … z.B. hier.

Am Anfang fand ich den Roman noch ganz nett, die Insel wird beschrieben wie man sie sich vorstellt, Alice ist ein sympathisches, aber zurück haltendes junges Mädchen, das ein stinknormales Leben lebt. Bis Ethan auftaucht. Eine von Anfang an unsympathische Figur, die mir nicht mehr als ein müdes Gähnen entlockte. Dann kommt das Ende und es wird von Zeile zu Zeile konfuser, hektischer, atemloser. Man könnte meinen, die Autorin hätte beim Schreiben unter Zeitdruck gestanden, so unrealistisch wirken die zusammen geklaubten Worte auf mich. Das Ende überzeugte mich nicht nur nicht, sondern zog auch den gesamten Roman ins bodenlose. Schade. Wo ich doch so ein großer Fan von guten Dramen bin 😉 .

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