Einkaufen, aber nachhaltig bitte – so klappt’s

Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Trend. Das Bewusstsein für die Umwelt und die schlechten Lebensbedingungen anderer Menschen, die durch den Konsum der westlichen Welt verursacht werden, ist angekommen. Will man diese Bedingungen nicht akzeptieren, kann man etwas dagegen tun. Anfangen sollte man beim Einkauf im Supermarkt. Die Produkte hier kommen aus der ganzen Welt. Mit der eigenen Artikelauswahl kann man den nachhaltigen Anbau deutlich mehr unterstützen.


Auch Milchprodukte können nachhaltig sein

Auch bei Molkereiprodukten wie Käse, Jogurt, Butter und Co. spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Vielen Kühen wird genetisch veränderter Mais (Genmais) ins Futter gemischt. Solch genetisch veränderten Pflanzen stehen im Verdacht, die Gesundheit langfristig negativ zu beeinträchtigen. Zudem fördert dies den Anbau von Monokulturen und sorgt indirekt für ein großes Insektensterben. Es lohnt sich also beim nächsten Einkauf auf Aufdrucke wie „Frei von Gentechnik“ zu achten. Einige Hersteller, wie zum Beispiel Landliebe, sind neuerdings dazu übergegangen ihre Vertragsbauern zu verpflichten, nur noch gentechnikfreies Futter zu verfüttern. Für diesen Mehraufwand werden die Bauern mit einem Cent mehr pro Liter Rohmilch entlohnt.

Nicht jedes Produkt kann immer vorrätig sein

Durch das eigene Konsumverhalten sind viele Verbraucher verwöhnt. Jede Art von Produkt soll und muss jederzeit in allen Mengen vorrätig sein. Und wehe wenn nicht. Dieses Denken ist jedoch nicht umweltfreundlich und steht der Nachhaltigkeit sogar im Weg. Der natürliche Anbauzyklus und die bestehenden Ackerflächen machen einen grenzenlosen Anbau von bestimmten Pflanzen nur möglich, wenn man dafür Raubbau an Land und Menschen begeht. So sind verschiedene Hersteller dazu übergegangen, ganze Ernten zu fairen Preisen aufzukaufen. Ein Produkt, wie zum Beispiel Bolivianische Erdnüsse, sind dennoch nur drei Monate im Jahr im Handel erhältlich. Umweltfreundlicher Anbau im Einklang mit Mensch und Natur ist nur begrenzt möglich. Und diese Grenzen sollten Verbraucher lernen zu akzeptieren.

Nachhaltig Einkaufen ist kinderleicht

Konsum macht Spaß. Und wer nach dem Einkauf im Supermarkt noch ein gutes Gewissen hat, der fühlt sich gleich doppelt gut. Die richtigen Produkte zu finden, ist gar nicht so kompliziert wie man denkt. Wer sich unsicher ist, sollte einfach im Internet nachschauen, welchen Siegeln man Vertrauen schenken darf. Dann ist es recht einfach, sich für eine umweltfreundliche Variante zu entscheiden. Die Bereitschaft, sich mit dem Thema Konsum und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, muss allerdings beim Verbraucher auch vorhanden sein.

pic.: contrastwerkstatt – Fotolia

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