Sommerzeit und Winterzeit: Warum gibt es die Zeitumstellung?

Sommerzeit, Winterzeit, Normalzeit – wieso, weshalb, warum? Und vor allem: wie genau? Ein Rätsel, welches sich jedes Jahr aufs Neue stellt und nicht nur die Deutschen aufstöhnen lässt. Denn das Phänomen Zeitumstellung gibt es in vielen Ländern.

Wir alle kennen das Problem: alljährlich rückt zuerst im März und dann noch einmal im Oktober der Moment näher, an dem die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt werden müssen und umgekehrt. Und jedes Jahr wieder beginnt das große Grübeln: stellen wir die Uhr jetzt vor oder zurück? Dürfen wir eine Stunde länger schlafen oder nimmt man uns ein erholsames Stündchen Schlaf weg? Wozu soll das Ganze gut sein? Und wer ist eigentlich Schuld an der halbjährlichen Verwirrung?

Sommerzeit / Winterzeit: Ursprung und gegenwärtige Regelung der Zeitumstellung

Bereits zum Ende des 20. Jahrhunderts gab es Überlegungen zur Umstellung der Zeit. Verschiedene Systeme machten im Laufe der Jahrzehnte die Runde, mal politisch begründet, mal um mit der Anpassung an die Lichtverhältnisse die Arbeitsleistung zu steigern. Bis sich 1980 die beiden deutschen Staaten dazu entschieden, es ihren Nachbarländern gleichzutun. Der Druck von außen war in den vorangegangenen Jahren, als es in der BRD und in der DDR im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten keine Sommerzeit gab, stetig angewachsen. Zu diesen politischen Gründen kam dann noch die Annahme, dass man durch die Umstellung auf die Sommerzeit das Tageslicht besser nutzen und damit Strom sparen könne. Eine Überlegung, die sich aus den Erfahrungen der Ölkrisen in den 70er Jahren heraus ergeben hatte, für deren Richtigkeit es bis heute aber keinen wirklich nennenswerten Beleg gibt.

Am letzten Sonntag im März ist es jedenfalls wieder einmal soweit. Weg mit der Winterzeit, her mit der Sommerzeit. Aber wie herum muss sich der Zeiger nun drehen? Im wunderbaren Zeitalter der Technologie kann man sich glücklicherweise am betreffenden Morgen immer Rat im Videotext holen. Mit ein bisschen Glück stellt sich der Funkwecker auch von allein um. Aber was, wenn auf dem Nachttisch noch ein Relikt aus der technischen Vorzeit herumsteht, dass sich nicht automatisch nach der neuen Zeit richtet? Oder der Wecker bereits am Vorabend gestellt werden muss, weil man aus irgendeinem Grund am Sonntag Morgen pünktlich aufzustehen hat?

Verschiedene Eselsbrücken erleichtern das Umgehen mit der Regelung. „spring forward, fall back.“ heißt die simpelste von ihnen. Oder: im Frühjahr stellen wir die Gartenmöbel VOR das Haus, im Winter ZURÜCK in die Garage. Oder: im Frühjahr möchte man am liebsten bis zum Sommer VORspulen, im Herbst noch einmal in die warme Jahreszeit ZURÜCK. Alles in allem heißt das: Ende März werden die Uhren in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Die Nacht ist also 1 Stunde kürzer als gewöhnlich. Und im Herbst ist es dann andersherum. Ab dem letzten Sonntag im Oktober befinden wir uns dann wieder in der „Normalzeit“. Bis zur nächsten Uhren-Umstellung. Oder bis sich irgendein findiger Mensch mal wieder etwas Neues ausdenkt…

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