Die Erfindung der Philosophie
Die meisten werden denken, dass die Philosohie aus dem heutigen Griechenland kommt und Namen wie Sokrates, Platon oder Aristoteles im Kopf haben. Dies ist jedoch nicht richtig, zumindest nicht ganz.
Die Philosophie hat sich tatsächlich in Griechenland entwickelt. Dieses bestand damals jedoch nicht so wie heute in einem einheitlichen Staat. Vielmehr gab es verschiedene Gruppen, die auch gar nicht auf dem heutigen Gebiet Griechelands gelebt haben.
Entwickelt hat sich die Philosophie ungefähr 600 v. Chr. Zentrale Städte waren hierfür Milet und Elea. Milet lag an der heutigen Westküste der Türkei und Elea lag im südlichen Italien. In Milet lebten die Ionier und in Elea Griechen, die vor den Persern geflohen waren.
Sokrates ist erst 469 v. Chr. geboren. Wenn die Philosohie älter ist, kann er nicht ihr Gründer sein. Tatsächlich gibt es eine ganze Gruppe von Philosophen, die als Vorsokratiker bezeichnet werden. Die Erfindung der Philosophie dürfte Thales aus Milet zuzurechnen sein. Er war Astronom, Mathematiker, Staatsmann und eben Philosoph und hatte einen großen Einfluss auf die Gesellschaft. Er gilt zusammen mit seinen Schülern Anaximander und Anaximenes als Vertreter der vorsakratischen ionischen Philosophie. Thales ist 624 v. Chr geboren.
Thales wurde jedoch damals noch nicht als Philosoph bezeichnet. Der erste Philosoph, der auch so bezeichnet wurde, dürfte Pathagoras sein. Er ist 570 v. Chr auf Samos geboren und dann nach Italien ausgewandert. Er hat eine ganze Philosophieschule gegründet und ist verehrt worden. Er wurde als erster als “Weißheit liebender” als “Philosoph” bezeichnet. Seitdem hat sich der Ausdruck für die folgenden Denker durchgesetzt.


