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Biologie ist als Wissenschaft ein Durcheinander

Die Biologie ist untern den naturwissenschaftlichen Gebieten eine eher junge Wissenschaft. Dabei ist es bisher nicht gelungen aus ihr eine einheitliche Wissenschaft zu machen.

Sicher, auch in anderen Bereichen gibt es Unterbereiche und starke Ausdifferenzierungen. Dennoch lassen sich die Bereiche zusammenführen. In der Physik ist es zumindest grundsätzlich klar, wie die unterschiedlichen Bereiche zusammen hängen. Hierzu bedarf es nicht unbedingt der großen einheitlichen Theorie, die Gravitation und Elektrodynamik zusammen führt. Es reicht schon, dass es ein gemeinsames Vokabular und gemeinsame wissenschaftliche Standards und Methoden gibt. In der Chemie ist dies zwar schon schwieriger, gelingt jedoch noch weitestgehend. Konflikte treten eher an den Grenzen zur Physik auf, in Bereichen in denen beide wissenschaftlichen Felder Geltungsanspruch behaupten.

In der Biologie sieht die Lage dahingegen desolat aus. Dies dürfte nicht nur dem Umstand geschuldet sein, dass die Biologie eine verhältnismäßig junge Wissenschaft ist, sondern auch dem Umstand, dass die Themengebiete der Biologie äußerst komplex sind. Evolutionstheorie, Entwicklungsbiologie, Molekularbiologie, Viren, Tiere, Pflanzen, all dies wird in der Biologie untersucht. Dennoch hat man bisher die Chance vertan, sich auch international um gemeinsame Standards zu kümmern. So fällt es mitunter sehr schwer eine Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Bereichen herzustellen. Gerade in Zeiten, in denen die Fortschritte Zusammenhänge besser sichtbar machen könnten, stellt dies eine unschöne Blockade dar.

Interessanterweise steigt jedoch z.B. in der Wissenschaftstheorie das Interesse an der Biologie. Wo sich früher primär Gedanken über Physik gemacht worden sind, spielt nun die Biologie eine große Rolle. Um die Aufgaben vor denen die Wissenschaft steckt zu meistern, reicht es jedoch weder aus, kompetente Wissenschatstheoretiker zu haben, noch kompetente Biologen zu haben. Fundierte Kenntnisse in der Wissenschaftsgeschichte, der Wissenschaftstheorie und der Biologie sind vonnöten, um zu Lösungen zu kommen. Leider führt die Spezialisierung in den Wissenschaften nicht gerade zur Förderung solcher Kompetenzen. Mit dem neuen Bachelor/Master System ist da auch nicht gerade auf Besserung zu hoffen. Eine Studienform die Raum für eine breite Ausbildung zur Verfügung stellt ist eben doch vonnöten. Hoffentlich wird das auch in der Politik erkannt.

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