Blitzableiter für Handys, was soll das denn? Das könnte man sich fragen. Doch es macht durchaus Sinn. Dabei geht es nicht um Blitze, die bei Gewittern entstehen, sondern um elektrostatische Entladungen.

Blitzableiter public domainBei elektrostatischen Entladungen kann es zu kleinen Blitzen komme. Dies kommt insebesondere dann zustande, wenn es zu Reibungen mit Kleidung kommt. Viele kennen das z.B. von Luftballons. Wenn man diese an Kleidung reibt, kann man sie an Wände oder decken haften. Die elektrostatische Aufladung genügt für den Halt. Dieser Effekt ist besonders groß, wenn es kalt ist, also im Winter z.B. und wenn die Luft trocken ist. Dies gilt z.B. für Heizungsluft. Gefahr besteht also dann, wenn man im Winter von draußen nach drinnen kommt.

Die elektrostatischen Entladungen haben eine Stromstärke von bis zu 50 Ampere und eine Spannung von bis zu 15 000 Volt. Dennoch handelt es sich um sehr kleine Menge Strom. Deshalb sind sie auch nicht schädlich für Menschen. Für kleine elektronische Geräte sieht das schon anders aus. Diese Ladungen können zu Schäden führen.

Deshalb hat Infineon einen Blitzableiter für elektronische Geräte wie Handys entwickelt. Die TVS-Diode (Transient Voltage Suppression) ist eine extrem kleines Baueelement. Es hat Abmessungen, die kleiner als ein Millimeter sind. Es lässt nur Strom bestimmter Spannungen durch. Dabei reagiert es im Nanosekundebereiche. So wird das Gerät vor Überspannungen geschützt.

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