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„Der Geist“ – ein Jugendroman von Iain Lawrence

Eines meiner Lieblingsjugendbücher handelt von einem Helden, der in einem Zirkus Freunde und eine Familie findet.Iain Lawrence schrieb den Roman „Der Geist“.

„Der Geist“ ist ein Albinojunge mit porzellanweißer Haut und strohweißen Haaren. Die anderen Kinder lachen über ihn, piesacken und ärgern ihn, so dass der Geist sich verzweifelt in Einsamkeit zurück zieht. Seine Hündin ist der einzige Freund auf der Welt, den er hat und so machen die beiden sich jeden Samstag auf, um sich an die Gleisen zu setzen und den Zügen zuzusehen, wie sie mit pfeifendem Gedonnere in die Weite der Prärie rauschen. Doch eines Tages ist etwas anderes und die eng geschnürte Welt des Jungen platzt aus den Nähten: Ein Wanderszirkus ist aufgetaucht und lockt den Geist in eine viel größere, farbenfrohere Welt.

Dort lernt er Menschen mit noch viel schlimmeren Macken als den seinen kennen: eine Hexe oder einen Wolfsmenschen. Sie treten im Zirkus auf, um den Menschen das Fürchten zu lehren, sie sind genauso verstoßen wie er. So scheint es. Doch schon bald lernt der Geist, dass sie Freunde sind, sich Wärme und Geborgenheit geben und das Leben plötzlich richtig Spaß machen kann. So geht der Junge mit den neuen Freunden auf Reisen und sie erleben allerhand Abenteuer zusammen.

Doch auch Streit gehören dazu und der Geist muss lernen, was eine Familie, Zusammenhalt und wahre Freundschaft bedeutet. Dass echter Zusammenhalt eben Loyalität bedeutet und dass das manchmal auch sehr schmerzhaft sein kann. Doch der Geist wäre nicht der Geist, wenn nicht auch ein echter Held in ihm schlummern würde und deshalb kann man getrost von einer spannenden Geschichte ausgehen, die es wert ist, gelesen zu werden – und das nicht nur von Jugendlichen! 😉

Iain Lawrence ließ sich bei seinen Reisen durch die wunderschöne Landschaft von Montana zu der Geschichte „Der Geist“ inspirieren. Mehr zu dem Leben des Autoren könnt ihr hier erfahren. Ich fand das Buch wunderbar, weil es absolut herzerwärmend, liebevoll und in einer wunderschönen Sprache geschrieben wurde. Außerdem wird nichts unnötig beschönigt, es gibt im Leben nunmal Dinge, die sind nicht schön, ganz egal, wie rum man sie wendet, so ist das eben. Doch es gibt immer Hoffnung, immer eine große Portion Sehnsucht, Liebe und Glück, an der man sich wärmen kann wie die Hände an einer Schüssel mit warmer Suppe. Mein Fazit: lesenswert!! 🙂

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