» Utopie


Autor: Richert

Erde 3.0 ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit zwischen der Zeit, Spektrum der Wissenschaft und spektrumdirekt.de entstand. Hier können Wissenshungrige sich einen Überblick über die die aktuellen Entwicklungen auf dem Planeten machen.

Erde 3.0 –  aktuelle Entwicklungen auf dem Planeten ©Flickr.com/woodleywonderworks

Erde 3.0

Auf der Erde 3.0 Webseite kann man sich regelmäßig mit den neuesten News und Forschungsentwicklung auf der Welt informieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Themenbereich der nachhaltigen Entwicklung auf der Erde. Es wird über die neusten Ereignisse und Auswirkungen des Klimawandels diskutiert, sowie positiv aufgezeigt, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt, zum Beispiel bei den Energiequellen und in der internationalen Politik, aber auch was einzelne Menschen für ihre Umwelt  tun und sie im Alltag nachhaltig beeinflussen.
Themenschwerpunkt liegt dabei nicht ausschließlich auf der Naturwissenschaft und dem Bereich Technik, sondern auch Experten aus den Bereichen Ethik, Philosophie, Gesellschaftswissenschaften und Medizin kommen zu Wort.
Erde 3. 0 das umfasst alle Entscheidungen und Entwicklungen, die so nachhaltig wirken, dass die nächste Generation davon profitiert oder betroffen sein wird. Es wird nicht nur über aktuelle Fortschritte und Neuheiten aus der weltweiten Forschung berichtet, sondern eben auch Kritik geübt und gelobt, wenn es erforderlich ist.    [...mehr]



Autor: Martin

Wissenschaftlern ist es gelungen durch menschliche Stammzellen Mäuse zu heilen, denen ein bestimmter Stoff fehlt, der ebenfalls bei Multipler Sklerose fehlt.

Multiple Sklerose public domainBei der Multiplen Sklerose (MS) treten im Marklager von Gehirn und Rückenmark Entzündungen auf, die durch körpereigene Abwehrzellen bekämpft werden. Diese Körperzellen greifen hierzu die Myelinscheiden an. Myelin ist eine lipidreiche Biomembran, die Teile der Nerven (die Axone) umgibt. Hierdurch werden diese elektrisch isoliert. Dadurch funktioniert die interne elektrische Impulsweitergabe deutlich besser und Störungen von außen werden verhindert.

Das Myelin wird von den Oligodendrozyten gebildet. Die Forscher haben nun aus Stammzellen Vorläufer dieser Oligodendrozyten gewonnen. Diese haben die dann den Mäusen injiziert, denen das Schützende Myelin fehlt. Die Zellen haben sich dann im Gehirn und im Rückenmark ausgebreitet und das fehlende Myelin hergestellt. Dieses hat sich dann um die Axone abgelagert und die schützende Myelinschicht gebildet. Daraufhin hat die elektrische Leitung des Stroms wieder mit normaler Geschwindigkeit funktioniert.

Myelin GNU-Lizenz für freie DokumentationDiese Untersuchungen geben zumindest Hoffnung, dass die unheilbare Krankheit MS in Zukunft heilbar sein wird. Hierzu bedarf es jedoch noch viel Forschung. Schließlich muss dies nicht nur bei Mäusen sondern auch bei Menschen funktionieren können. Vor diesem Hintergrund scheinen manchen Debatten, die um die Nutzung von Stammzellen zur Forschung geführt werden, absurd. Viele Krankheiten könnten geheilt werden, wenn die entsprechenden Forschungen erlaubt sind. Natürlich soll das nicht heißen, dass alles mit Stammzellen gemacht werden darf, doch es muss zumindest eine gewisse Offenheit für Forschung bestehen. Dies gilt nicht, weil es um nationalistische Interessen und den Standort Deutschland geht, sondern weil Menschen mit Krankheiten geholfen werden könnte.    [...mehr]



Autor: Martin

Mathe mag für viele recht dröge sein und für einige bedeutete es wohl auch die unfreiwillige Verlängerung der Schulzeit. Doch Mathematik hat auch andere Seiten. Was ist den utopischen Gehalten der Mathematik?

mandelbrot-menge GNU-Lizenz für freie DokumentationMathematik hat als Grundlage die Logik. In der Logik gibt es eine spezielle Logik: Die modale Logik. Sie hat einen Operator für “notwendig” und einen für “möglich”. Und schon Elster, der Ende der 70er ein Buch über die Logik geschrieben hatte, war von der modalen Logik so fasziniert, weil sie zeige, dass eine andere Welt möglich sei.

Vielleicht etwas übertrieben, aber so scheint die Mathematik unter anderem auf solchen Annahmen zu beruhen und noch mehr. So ist die Mathematik auch ein Reich der Freiheit, denn sie ist nicht wie andere Wissenschaften auf die wirkliche Welt beschränkt, sondern kann mit beliebig festgelegten Axiomen arbeiten. Völlige Freiheit. Nur muss man dann auch die Konsequenzen dieser Annahmen tragen.

Und dort taucht neben der Freiheit ein Element von Gleicheit auf. Denn in der Argumentation, was aus bestimmten Annahmen folgt, sind alle gleich. Jeder muss dieselben Argumente akzeptieren. Sie sind allgemein gültig. Über dieses gemeinsame Teilen universeller Argumente kann dann auch noch eine Art von Solidarität zwischen den Argumentierenden entstehen.

Etwas zuviel des Guten? Habermas zumindest hat diesen Gedanken, wenn auch nicht speziell für die Mathematik in seiner Theorie des kommunikativen Handelns entwickelt. Sicherlich lesenswert.    [...mehr]