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Umwelt: Windenergie effizient speichern

Die Bedeutung der Windenergie für die Stromversorgung in Deutschland wächst stetig. Heute sind bereits Windkraftanlagen mit mehr als 29000 Megawatt installiert und neue Anlagen stehen kurz vor der Fertigstellung. Der Anteil der Windenergie an der Energieproduktion steigt, weil besonders in den Küstengebieten ideale Bedingungen für Windkraftanlagen herrschen.

Windenergie konnte nicht gespeichert werden

Windkraftanlagen haben den großen Nachteil, dass sie nicht kontinuierlich arbeiten. Manchmal herrscht Windstille, dann stehen die Turbinen still und es wird kein Strom produziert, am nächsten Tag herrscht stürmisches Wetter und die Turbinen liefern mehr Energie als verbraucht werden kann. Den Betreibern bleibt bis jetzt in dieser Situation nichts anderes übrig, als einige Anlagen abzuschalten, weil es keine Möglichkeit gibt, die Elektrizität in größerem Umfang direkt zu speichern. Der Stillstand der Windkraftanlagen kostet aber bares Geld, da zwar kein Strom produziert wird, die Unterhaltungskosten aber weiter aufgebracht werden müssen.

Wasserstoff als smarte Lösung

Dieses Problem ließ den Ingenieuren und Techniker keine Ruhe. Die Produktion von Wasserstoff stellt einen Ausweg aus der Situation dar. Wenn mehr Strom produziert wird als momentan verbraucht werden kann, werden Windkraftanlagen nicht mehr abgeschaltet, sondern der Strom dazu verwendet, um Wasserstoff herzustellen. Dazu wird Wasser durch Elektrizität in seine molekularen Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten. Der Wasserstoff wird gespeichert und kann zu vielfältigen technischen Zwecken eingesetzt werden. so kann er in Brennstoffzellen zum Beispiel wieder in Strom umgewandelt werden und als Fahrzeugantrieb dienen. Mehr Informationen über umweltfreundliche Hybridfahrzeuge lesen Sie hier. Auch als Energieträger bei der direkten Verbrennung wird Wasserstoff inzwischen auf vielen Gebieten eingesetzt. Die Speicherung von Wasserstoff stellt heute kein großes Problem dar. Der Wirkungsgrad der Umwandlung liegt bei ungefähr 75 Prozent.

Überschüssiger Windstrom wird effektiv genutzt

Bei dem Verfahren ergänzen sich beide Prozesse, Windkraft und Wasserstoffproduktion, in hervorragender Weise. Strom, der nicht gebraucht wird, bringt Nutzen, indem er zur Herstellung von Wasserstoff genutzt wird. Dieses Herstellungsverfahren ist bis jetzt sehr teuer, weil dafür viel Strom benötigt wird. Durch den „überschüssigen“ Strom von Windkraftanlagen wird es jedoch effizienter. Im Gegensatz zu Elektrizität kann Wasserstoff in großen Mengen zur späteren Nutzung gespeichert werden.

Bild stammt von: Marcus Klepper – Fotolia

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