Home Naturwissenschaften Biologie Volkskrankheit Neurodermitis – die Vererbung als Ursache

Volkskrankheit Neurodermitis – die Vererbung als Ursache

Neurodermitis

Lautet die Diagnose Neurodermitis, dann sitzt der Schrecken bei den Eltern erst einmal tief. Die Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die häufig bereits im Säuglingsalter beginnt und zunächst mit trockener, rauer, schuppiger Haut einhergeht. Heute gilt die Neurodermitis – auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt – als die am weitesten verbreitete Hautkrankheit unter Kindern.

Neurodermitis beginnt oft sehr früh

Häufig entwickelt sich die atopische Dermatitis zwischen dem zweiten und sechsten Lebensmonat. Die Erkrankung gilt als die häufigste chronische Erkrankung bei Säuglingen. Doch Eltern sollten nicht gleich das Schlimmste denken, wenn die Diagnose Neurodermitis gestellt wird. Oftmals überwinden Kinder die chronische Hauterkrankung mit zunehmendem Alter. Bei vielen Kindern verbessert sich die Haut mithilfe der richtigen Pflege und mit der Zeit. Bislang ist nicht gänzlich erforscht, welche Ursachen dieser chronischen Erkrankung zugrunde liegen. Die atopische Dermatitis gilt als multifaktorielle Erkrankung. Die genetische Disposition scheint aber eine große Rolle zu spielen. Sind Mutter oder Vater von einer atopischen Erkrankung wie Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma betroffen, dann stellt dies einen Risikofaktor dar. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch auf www.neurodermitis-hautwissen.de

Atopische Erkrankungen der Eltern erhöhen das Risiko

Ist die Familie nicht von Allergien betroffen, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, mit Neurodermitis geboren zu werden, bei etwa fünf bis 15 Prozent. Haben Vater oder Mutter die chronische Hauterkrankung, dann steigt das Risiko deutlich. Auch Asthma und Heuschnupfen werden zu den atopischen Erkrankungen gezählt und stellen einen Risikofaktor dar. Ist die Mutter erkrankt, dann liegt das Risiko für das Kind noch etwas höher, als wenn nur der Vater unter einer atopischen Erkrankung leidet.

Die Symptome einer Neurodermitis sind in der Regel trockene, schuppende und gerötete Haut. Auch ein starker Juckreiz tritt häufig auf. Durch den starken Juckreiz entsteht der Drang zu kratzen und die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen steigt. Ist die Haut aufgekratzt, besteht ein hohes Risiko für Folgeinfektionen durch Viren, Bakterien und Pilze.

Bei Verdacht zum Arzt

Wenn Eltern meinen, Symptome für eine Neurodermitis bei ihrem Kind zu erkennen, sollten sie einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann zwar die Ursachen in der Regel nicht vollständig klären, aber er kann Allergietests vornehmen und eine angemessene Behandlung und Pflege für das Kind empfehlen.

Bild: casi – Fotolia

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