„Auf Wiedersehen, Tibet“ von Maria Blumencron

Täglich sehen wir im Fernsehen Bilder über die Unruhen in Tibet. Aufgebrachte Demonstranten wagen es gar die ach so schönen Fackelzeremonien zu den bevorstehenden olympischen Spielen in Peking zu stören. Doch für die Tibeter ist die mediale Aufmerksamkeit vor den Spielen die womöglich letzte Hoffnung sich aus jahrelanger Unterdrückung zu befreien.

In ihrem neusten Buch setzt sich die Filmemacherin und Autorin Maria Blumencron erneut mit dem Thema Tibet auseinander.

In ihrem kürzlich erschienenen Buch beschreibt sie die Lebensgeschichten von solchen Flüchtlingen, Kindern, Fluchthelfern, Nonnen. Diese Menschen nehmen die riesigen und lebensgefährlichen Strapazen auf sich nur um aus der chinesischen Unterdrückung in Tibet zu entkommen und bei ihrem geistigen Oberhaupt dem Dalai Lama ein besseres und vor allem freies Leben zu beginnen.

Der Dalai Lama musste 1959 in das indische Exil fliehen, nachdem China 1951 Tibet gewaltsam annektierte und ein Aufstand gegen das aufgezwungene kommunistische Regime fehlschlug.

Seitdem gengeln die Chinesen die Tibeter wo es nur geht und versuchen ihre Religion und Kultur zu zerstören. Dieses Volk lebt in ständiger Angst und Unterdrückung.

Maria Blumencron will nun erneut auf diese Umstände aufmerksam machen. Allein 1500 Kinder kämpfen sich jährlich über die eisigen Pässe des Himalaya und nicht wenige von ihnen sterben auf dem Weg. Flüchtlingshelfer versuchen diese Menschen zu unterstützen wo es nur geht. Dies tun sie nicht für Geld, sondern aus reinem Idealismus. Sie riskieren hierfür jahrelange Folter in chinesischen Gefängnissen.

„Auf Wiedersehen, Tibet“ ist ein beeindruckendes Buch über Verrat, Lügen, Unterdrückung, aber auch über Hoffnung und Liebe zum Menschen und zur Freiheit.

Was ist schon die Störung einer sportlichen Zeremonie gegen das Leid eines ganzen Volkes? Das gehäuchelte Medienmitleid unserer westlichen Welt kann man in Anbetracht der Menschenrechtsverletzungen in Tibet und in China selbst nur als Scheinheiligkeit und blanken Zynismus bezeichnen.

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