Home Geisteswissenschaften Literatur Catherine Jinks zeigt uns ihr „Teuflisches Genie“ und das hat es in sich

Catherine Jinks zeigt uns ihr „Teuflisches Genie“ und das hat es in sich

Was liegt näher als mit seinem unermesslichen großen Intellekt die Weltherrschaft an sich zu reißen? Genau das versucht der junge Cardel, denn er ist ein „Teuflisches Genie“. Und die australische Autorin Catherine Jinks schildert diese spannende Geschichte mit einer guten Portion rabenschwarzem Humor.

Hinter dem sieben Jahre alten Jungen Cadel Piggott versteckt sich ein gefährliches Genie, denn sein liebstes Hobby ist es Systeme zu analysieren und diese dann zu vernichten. So ist kein Computernetzwerk vor dem Kleinen sicher und seine Lehrer und Adoptiveltern sind machtlos. Diese bringen ihn aus Verzweiflung bei dem Psychologen Dr. Roth unter, der Cadel doch bitte beibringen soll, dass Computer nicht verwendet werden dürfen um Böses zu tun.

Doch, was die Adoptiveltern nicht ahnen ist, dass Dr. Roth genau dies nicht vorhat. Cadel soll ein Superverbrecher werden und eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen. Damit würde er direkt in die Fußstapfen seines richtigen Vaters treten, dem streng in Einzelhaft verwahrten und gefährlichen Verbrecher Dr. Phineas Darkkon. Dieser kontrolliert seinen Sohn ohne dass er es merkt. Und da Cadel eh von seinen Mitschülern und dem Rest der Welt genervt ist, steigt er voll auf die Pläne der fiesen Doktoren ein.

Mit 14 schickt Dr. Roth seine hyperintelligenten Schützling auf das Axis Institut. Eine weiterführende Schule der besonderen Art. Nach außen hin eine Schule für Hochbegabte, in Wirklichkeit werden hier aber die Superverbrecher der Zukunft ausgebildet. Was sich auf dem Stundenplan als Kulturgschichte tarnt, ist in Wirklichkeit „Fälschen“ oder im Fach Pragmatische Philosophie lernen die Schüler „das absolute Böse“.

Und so sind auch die Mitschüler Cadels alles merkwürdige Genies. Und zum Schulalltag gehört dann eben schon mal das Erpressen der Lehrer dazu. Cadel tut natürlich gleich das, was er am besten kann: Er analysiert die Lehrer und spielt sie gegeneinander aus. Doch so hoch sein IQ auch sein mag, seine emotionle Intelligenz fällt dementsprechend niedrig aus…

„Teuflisches Genie“ ist ein extrem unterhaltsames Buch dessen Tempo sich besonders in der zweiten Hälfte enorm steigert und man es gar nicht mehr weglegen mag. Catherine Jinks konnte hier zum Glück der Versuchung widerstehen ein Anti-Hogwarts zu zeichnen. Solche Vorurteile zerstreuen sich beim Lesen sehr schnell. Man schaut zwar bei der Entwicklung Cadels zu, aber das Buch geht noch darüber hinaus. Es zeigt mit viel schwarzem Humor Verschwörungstheorien auf, die teilweise herlich absurd und überraschend sind, ohne dabei unlogisch zu sein.

Allein Cadels Pläne und seine Studien sind herrlich skurril und Satire vom Feinsten.

Ein überraschend gutes Sci-Fi-Buch, das jugendliche wie auch erwachsene Leser gleichermaßen fesseln kann. „Teuiflisches Genie“ ist übrigens der Auftakt zu eine Reihe…

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