Effektiver: Mit legalen Alternativen gegen Online-Piraterie

Effektiver: Mit legalen Alternativen gegen Online-Piraterie

Warum Geld zahlen, wenn man neueste Musik, Filme und E-Books auch ganz einfach im Internet findet? Online-Piraten schätzen diese Flexibilität und scheuen keine Risiken beim illegalen Filesharing. Die Leidtragenden sind die Musik- und Filmindustrie sowie Autoren und Verlage. Eine Studie hat jetzt herausgefunden: Statt Abmahnungen können Informationen über die Vorteile legaler Dienste besser gegen Online-Piraterie helfen.

Was sind die Anreize für den illegalen Download?

Wissenschaftler der Universitäten von East Anglia, Lancaster und Newcastle haben knapp 1.400 Filesharing-Nutzer zu ihren Motiven befragt. Faktoren wie Flexibilität, Qualität und Kosten treiben die Online-Piraterie bei Musik und E-Books am stärksten an. Musik wird dabei stärker nachgefragt als E-Books: Während jeder Siebte Filesharing mit elektronischen Büchern betreibt, bezieht mehr als jeder Fünfte (21,9 Prozent) illegal Musik.

Risiken sind den Streaming-Nutzern bewusst, werden aber meist ignoriert. Und selbst User, die Angst vor einer Abmahnung wegen Streaming und Filesharing haben, betreiben illegales Filesharing.

Downloaden, aber legal

Die Forscher schlussfolgern: Höhere Strafen haben wenig Wirkung und lassen sich nur schwer durchsetzen. Die Anonymität des Internets macht es leicht, Daten zu laden ohne dabei erkannt zu werden.

Im Rahmen der Umfrage wurde untersucht, wie Nutzer über diese Themen denken und wodurch sie sich vom illegalen Download abhalten lassen würden. Hier wurde deutlich: Ausreichend Informationen über rechtmäßige Alternativen zum illegalen Filesharing und Download könnten die größte Wirkung haben. Wer die Vorteile des legalen Downloads und Sharings zu schätzen weiß, sieht von illegaler Piraterie im Netz ab.

Vorteile bieten und so das Verhalten regulieren

Wenn die legalen Alternativen ähnliche Vorteile bieten wie das illegale Filesharing, sind sie sehr gut dafür geeignet, das Verhalten der Nutzer in die gewünschte Richtung zu lenken. Ein funktionierendes Beispiel sind iTunes oder Spotify, die mit Flexibilität und weiteren Vorteilen punkten und dadurch als akzeptable Alternative wahrgenommen werden. Anstatt sich mit weiteren Maßnahmen wie Abmahnungen zu beschäftigen, könnten die Anbieter von Musik und E-Books mit der Ausarbeitung guter Alternativen die Piraterie eindämmen.

Bildquelle: Thinkstock / 496834775 / iStock / Evgeny Sergeev

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