Wie funktionieren eigentlich Feuermelder?

Pro Jahr kommen etwa 400 Menschen in Deutschland bei einem Brand ums Leben, der entweder durch defekte Haushaltsgeräte, Unachtsamkeit im Umgang mit Kerzen und anderen Feuerquellen ausgelöst wurde.

Um nicht einer lebensgefährlichen Rauchvergiftung zum Opfer zu fallen, benötigen wir einen technischen Helfer – einen Rauchwarnmelder, umgangssprachlich auch Rauchmelder oder Feuermelder, der bei Gefahr Alarm schlägt. Denn pro Tag werden in Deutschland durchschnittlich vier Menschen durch Rauchmelder gerettet. Die allgemeine Rauchmelderpflicht in deutschen Bundesländern spielt daher eine überlebenswichtige Rolle.

 Kleine, weiße Lebensretter

Als Rauchmelder oder Feuermelder bezeichnet man also alle Geräte, die im Falle eines Brandes aufgrund von Rauchentwicklung in privaten Wohnungen oder öffentlichen Einrichtungen einen Alarm auslösen können. Auch wenn die Gefahr durch Wohnungsbrände heutzutage nicht mehr so akut ist wie noch vor wenigen Jahrzehnten: Noch immer bergen kleine bis kleinste Zündquellen das Potenzial, in der Wohnung unbemerkt zu bleiben und schnell einen großen Brand auszulösen.

Feuer ist genau deshalb so gefährlich und unberechenbar, weil man die Geschwindigkeit und Fläche seiner Ausbreitung sehr leicht unterschätzt. Schnell kann deshalb ein Wohnungsbrand so gefährlich werden, dass ein handelsüblicher Feuerlöscher nicht mehr ausreicht. Genau hier kommen Rauchmelder als kleine Lebensretter ins Spiel.

So funktionieren Rauchmelder

Das Funktionsprinzip eines klassischen Rauchmelders ist relativ einfach.

Zwar unterscheiden sich die einzelnen Modelle der jeweiligen Hersteller im Aufbau eines Rauchwarnmelders – die grundsätzliche Funktionsweise ist jedoch bei fast allen Modellen gleich. Damit der Rauchmelder im Falle der Rauchentwicklung auch Alarm schlagen kann, muss dieser den Rauch irgendwie erkennen können.

Das funktioniert durch die sogenannte Rauchkammer, die zeitgleich auch das Herzstück eines jeden optischen Rauchmelders bildet. Aufgrund der seitlich angebrachten Kaskaden kann Raumluft eindringen, Insekten oder andere ähnlich große Partikel dagegen nicht und können somit auch keinen Fehlalarm auslösen.

Um einen Alarm zu starten, benötigt der Rauchwarnmelder noch einen Sender und Empfänger. Den Sender stellt eine Diode dar, die das Licht an den Empfänger sendet. Der Sender sendet dauerhaft und in regelmäßigen Abständen Lichtsignale bzw. einen Impuls. Solange es nicht brennt, empfängt die Fotodiode dieses Signal nicht, da die Lichtsignale einen Reflektor – im Falle eines Brandes sind dies die Rauchpartikel – benötigen, um das Lichtsignal bis zum Empfänger übertragen zu können. Erst wenn es zu dieser Reflektion des Lichtes kommt, kann der Empfänger dieses an einen speziellen Prozessor weiterleiten, der den Alarm auslöst.

Kontrollieren Sie die Batterie

Die meisten Rauchmelder funktionieren mit eingebauten Batterien, meist 9V-Batterien. Die Batterielebensdauer ist von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise dem Gerät selbst, der Qualität der Batterien oder dem Nutzerverhalten abhängig, also wie häufig der Rauchmelder tatsächlich Alarm schlägt.

Spätestens wenn der installierte Melder den anstehenden Wechsel signalisiert, stellt sich die Frage, welche Batterien sie für den Wechsel aussuchen sollten und idealerweise die längste Lebensdauer versprechen. Während beispielsweise hochwertige 9V Alkaline-Batterien je nach Hersteller eine Lebensdauer von bis zu 3 Jahren bieten, können qualitativ hochwertige 9V Lithium-Batterien eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahren erreichen.

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