Home Allgemeinwissen Gefälschte Uhren als Urlaubssouvenir?

Gefälschte Uhren als Urlaubssouvenir?

Gefälschte Uhren sind für den ein oder anderen Touristen ein beliebtes Mitbringsel. Vor allem eine Reise in Länder wie die Türkei, Südostasien, Italien und Afrika lässt den ein oder anderen Touristen mit einem solchen Souvenir in die Heimat zurückkommen, was jedoch zu einigen Problemen führen kann.

Ob Rolex, Tag Heuer oder Breitling Uhren. Auf den Basaren gern bereister Urlaubsländer können viele Schnäppchen gemacht werden. Eine Rolex für 50 Euro? Kein Problem. Aber das der Erwerb von Plagiatsprodukten mit relativ hohen Strafen geahndet werden kann, ist den meisten Reisenden nicht bekannt oder bewusst.

Neben einer strafrechtlichen Verfolgung im jeweiligen Land kann es auch zu zivilrechtlichen Folgen in Deutschland nach dem Erwerb eines so genannten Piratenartikels kommen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Festnahme kommen.
Welche Strafe letztendlich umgesetzt wird, ist von den jeweiligen Urheberschutzrechten des Urlaubslandes abhängig. Außerdem riskieren die deutschen Touristen bei der Einreise in die Heimat, dass der Zoll die Artikel beschlagnahmt und anschließend vernichtet.

Weiterhin kann damit gerechnet werden, dass die Hersteller der Originalartikel eine Unterlassungserklärung fordern, wobei mit erheblichen Kosten zu rechnen ist.

Die EU schätzt, dass ca. sieben bis zehn Prozent der Produkte des weltweiten Handels Fälschungen sind. Der jährliche Schaden, der der deutschen Wirtschaft durch den Handel mit Plagiaten entsteht, beläuft sich nach Angaben der Aktion Plagiarius e.V. auf ca. 29 Milliarden Euro. Weltweit ist mit einem Schaden in Höhe von ca. 200 bis 300 Milliarden Euro zu rechnen und bundesweit sind etwa 50.000 Jobs vom Handel mit Piratenprodukten betroffen.

In dem Fall, dass das gefälschte Produkt nicht mehr den Arm zieren soll und der Besitzer einen Verkauf plant, sollte vor den bekannten Auktionshäusern im Internet unbedingt Abstand genommen werden. So verbietet Ebay den Handel mit gefälschten Artikeln und setzt Filter und Kontrollen ein, um den Handel mit gefälschten Produkten einzuschränken.

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