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Rocko Schamoni: „Tag der geschlossenen Tür“

Rocko Schamoni brachte mit „Tag der geschlossenen Tür“ im Januar die mehr oder minder direkte Fortsetzung seines erfolgreichen Buches „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ auf den Markt. Zumindest gibt es ein Wiedersehen mit Protagonist Michael Sonntag.

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Rocko Schamonis neuester Roman trägt einen ebenso ironisch gehaltvollen Titel wie schon sein Vorgänger. „Tag der geschlossenen Tür“ erzählt von einem alten Bekannten: Michael Sonntag. Der Protagonist aus „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ scheint noch immer keinen Sinn in seinem Leben gefunden zu haben und fügt sich seinem Schicksal.

Einerseits ist er zu bemitleiden, dieser arbeitslose, gescheiterte Kunststudent, der sein Dasein als antriebsloser Single fristet. Andererseits würde man ihm aber auch gerade aufgrund seiner Antriebslosigkeit und Schicksalsergebenheit gern einmal ordentlich den Marsch blasen.

Rocko Schamoni: „Tag der offenen Tür“

„Tag der geschlossenen Tür“ ist bereits Schamonis vierter Roman. Im Jahr 2000 erschien das Debüt „Risiko des Ruhms“, das aus einer Folge von Kurzgeschichten über den turbulenten Lebenswandel des Erzählers bestand.  Mit „Dorfpunks“ landete er 2004 dann endlich einen Coup. Das Buch war lange Zeit nicht von den Bestsellerlisten zu vertreiben und wurde sowohl als Theaterstück adaptiert, als auch als Film.

Im aktuellsten kreativen Erguss des Hamburger Szene-Gurus und Clubbesitzers geht es um eine gescheiterte Existenz, um einen Protagonisten, der die Erwartungen der Gesellschaft an ihn und sein Leben weder erfüllen kann noch will. Die Gegensätzlichkeit des fortschreitenden Lebens und des forcierten inneren Stillstandes, sowie der fein eingeflochtene Humor mit einem Hauch Gesellschaftskritik erinnert nicht zu knapp an Sven Regeners Herrn Lehmann, der ähnlich stur in seiner Gewohnheit verweilt und keinerlei Veränderung zulässt.

Pressestimmen

»Große Unterhaltung mit Seitenhieben auf bürgerliche Angepasstheit.« Die Welt

»Lustiger, als hierzulande erlaubt, und ernster, als hierzulande gewünscht.« die tageszeitung

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