Die Schlafforschung oder auch Somnologie ist ein noch sehr junges Teilgebiet der Medizin und beschäftigt sich vor allem mit den neurologischen Prozessen, die im Schlaf ablaufen. In Schlaflabors wird unter anderem untersucht, was es mit dem Träumen auf sich hat.



Warum träumen wir? Was hat Einfluss darauf, was wir träumen? Wie finden wir einen gesunden Schlafrhythmus? All das sind Fragen, die in der Somnologie (Schlafforschung) geklärt werden sollen. Erst seit den 1950er Jahren beschäftigt man sich tiefgehender mit dem Schlafverhalten des Menschen. Bei zahlreichen Untersuchungen stellte sich heraus, dass verschiedene Schlafphasen durch signifikante Merkmale voneinander unterschieden werden können.

Beispielsweise nimmt die REM-Phase (Rapid Eye Movement) etwa 20% unserer Schlafzeit ein und ist durch besonders intensives Träumen in Verbindung mit schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet. Aber was bringt uns das Träumen nun und warum träumen wir überhaupt?

Schlafforschung: Warum träumen wir?

Jeder Mensch träumt, einer mehr, der andere weniger. Manch einer erinnert sich am nächsten Tag noch an das unwirkliche Erlebnis in der vergangenen Nacht, andere wiederum wissen nicht einmal, dass sie geträumt haben. Traumdeuter verdienen ihr Geld damit Menschen ähnlich wie beim Handlesen, nur eben anhand ihres Traumes, die Zukunft vorher zu sagen. Alles Humbug?

Forscher haben heraus gefunden, dass wir besonders häufig unsere negativen Erfahrungen in Form von Träumen verarbeiten. Oft lassen sich Träume tatsächlich auf Erfahrungen im Alltag zurückführen, die dann in überspitzter, oft fantasievoller Art und Weise im Schlaf in unser Gedächtnis zurückkehren. Psychologen vermuten sogar, dass wir uns durch Träume auf unerwartete, schlimme Situationen vorbereiten. Haben wir sie im Traum bereits erlebt, können wir in der Realität schneller und besser darauf reagieren.

Andere Wissenschaftler wiederum verfolgen den Ansatz, wir nutzen unsere Träume um Erlerntes zu vertiefen. Diesem Ansatz könnte auch die Idee entspringen, nach einem lehrreichen Tag das Geschichtsbuch unter das Kopfkissen zu legen, um das Gelernte noch einmal Revue passieren zu lassen. Stimmt die Annahme der Wissenschaftler allerdings, so brauchen wir diesen symbolischen Akt gar nicht.

Mysterium Traum

Das Mysterium Traum ist noch nicht vollständig aufgeklärt und wird es vielleicht auch nie wirklich sein. Zwar können wir mittels moderner Geräte und Computer in Schlaflaboren mittlerweile Hirnströme und Körper-Bewegungen während des Schlafes messen, trotzdem kann man letztendlich nicht in den Gedanken oder eben Träumen eines Menschen lesen wie in einem Buch. Aber wer weiß? So rasant wie sich die Wissenschaft momentan weiterentwickelt, wird man das vielleicht doch irgendwann einmal können…Similar Posts:

 

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