Home Allgemeinwissen Westliche Ernährung fördert ADHS bei Kindern

Westliche Ernährung fördert ADHS bei Kindern

Einer Studie des Perth’s Telethon Institute for Child Health Research zufolge besitzen Kinder mit westlicher Ernährungsweise ein erhöhtes Risiko ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) zu entwickeln.

Laut der Studie kann Fast Food, kaum frisches Obst und Gemüse ein Kind zu einem Zappelphilipp machen. Gesunde Mischkost dagegen minimiert die Gefahr von ADHS. ADHS-Kinder leiden unter Konzentrationsschwächen und sind hyperaktiv. Diese psychische Erkrankung kann die Kinder in ihrer schulischen Entwicklung stark beeinflussen.

Die Wissenschaftler haben nun untersucht, welchen Einfluss die verschiedenen Ernährungsformen auf diese Krankheit haben können. Dafür wurden Daten einer Langzeitstudie mit 1800 Kindern und Jugendlichen herangezogen.

Die Ernährungsweise der Probanden wurde in eine westliche (Fertiggerichte, Fast Food, Snacks und Süßwaren) und in eine gesunde (frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch) eingeteilt. „Wir fanden heraus, dass die westliche Ernährungsweise mit einem mehr als doppelt so hohen Risiko verbunden war, ADHS zu entwickeln im Vergleich mit einen Speiseplan, der auf diese Lebensmittel verzichtete und auf gesunde Kost setzt“, erklärt Forschungsleiter Wendy Oddy. Den Wissenschaftlerin zufolge könnte ein Mangel an essenziellen Mikronährstoffen, wie Omega-3-Fettsäuren, eine wichtige Rolle spielen, die wichtig für die Gehirnfunktion sind. Dazu zählt unter anderem die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit und Konzentration. Hinzu kommt, dass die industriell verarbeiteten Lebensmittel eine Menge an Farbstoffen, Aromen und weiteren Zusätzen aufweisen, die mit ADHS-Anzeichen im Zusammenhang stehen.

Der Leiter Oddy fügte aber auch an: „Es handelte sich um eine Querschnittsstudie, deshalb können wir nicht sicher sein, ob die schlechte Ernährung Ursache für die Krankheit ist, oder ob sich das bereits erkrankte Kind wegen seiner Hyperaktivität und Impulsivität schlecht ernährt.“ Erschienen ist diese Studie im „Journal of Attention Disorders“.

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