Home Geisteswissenschaften Literatur Wirtschaftspsychologie – Was steckt hinter der Psychologie der Ökonomik?

Wirtschaftspsychologie – Was steckt hinter der Psychologie der Ökonomik?

Menschlicher Kopf und Gehirn.

Die Psychologie kann für sämtliche Lebensbereichen wichtige Erkenntnisse liefern, auch in der Wirtschaft. In der Betriebswirtschaftslehre wurde diese Wissenschaft aber lange ausgeblendet, das hat sich inzwischen geändert. Nun können sich Interessierte mit dem Studiengang Wirtschaftspsychologie sogar darauf spezialisieren.

Warum Psychologie in der Wirtschaft an Bedeutung gewinnt

Das erfolgreiche Führen einer Firma basiert nicht nur auf Fachkenntnis, Autorität und Durchsetzungsvermögen. Vertreter der modernen Betriebswirtschaftslehre haben längst erkannt, dass Unternehmer und Manager auch psychologisches Wissen besitzen müssen. Eine gute und damit produktive Arbeitsatmosphäre lässt sich nur schaffen, wenn sich die Entscheidungsträger mit Wirtschaftspsychologie auseinandersetzen. Sie können so unter anderem folgende Ziele realisieren:

Die Beschäftigten motivieren: Vorgesetzte sollen sich nicht auf die Befehlsgewalt verlassen, sie sollten ihr Handeln nachvollziehbar erklären und Mitarbeiter einbinden. Dann fühlen sie sich ernst genommen und gehen ihrer Arbeit mit einer höheren Motivation nach.
Ein Team formen: Es bedarf psychologischem Einfühlungsvermögen, um ein Wir-Gefühl unter sämtlichen Beschäftigten zu erzeugen. Versagen Vorgesetzte, sehen sie sich mit einem Gegeneinander konfrontiert. Das schadet dem Unternehmen, dadurch geht unnötig Potenzial verloren.

Welche Inhalte dieses Studium umfasst

Unternehmen suchen vermehrt Fachkräfte, welche über solche psychologischen Fähigkeiten verfügen. Mit einem Studium der Wirtschaftspsychologie, das einige Universitäten mittlerweile anbieten, ergeben sich somit gute Chancen für die Karriere. Die Ausgestaltung der einzelnen Angebote unterscheidet sich etwas, es gibt aber auch Gemeinsamkeiten: Erstens lernen Studierende die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre kennen. Zweitens beschäftigen sie sich mit Psychologie in Bezug auf Unternehmen. Die künftigen Führungskräfte sollen Organisationen und einzelne Arbeitnehmer analysieren können, um Ineffizienzen verschiedener Art im Betriebsablauf zu identifizieren. Die Dozenten wollen die Studierenden zugleich in die Lage versetzen, Verbesserungsmöglichkeiten vorzuschlagen und selbst zu realisieren. Bestenfalls belässt es eine Universität nicht nur bei der Theorie, sondern organisiert für die Studierenden auch Praktika. Ein internationales Studium, beispielsweise mit einem verpflichtenden Auslandssemester, ermöglicht darüber hinaus praktische Erfahrungen in fremder Kultur. Mehr dazu erfahren Sie auf dieser Webseite.

Studiengang mit wachsender Bedeutung

Mit Anweisungen auf der einen und hohem Lohn auf der anderen Seite lässt sich ein Unternehmen nicht auf die Erfolgsspur bringen. Die gewinnbringende Führung einer Firma erweist sich als komplexer, ohne Experten in Psychologie lässt sie sich nicht bewerkstelligen. Diese Erkenntnis verbreitet sich. Studierte Wirtschaftspsychologen haben deshalb gute Aussichten auf einen attraktiven Job.

Foto: Andrea Danti – Fotolia

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