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Abholzung auf Sumatra bedroht das Klima

Brandrodung von einem Waldstück

Brandrodung von einem WaldstückKlimakonferenzen sind für Millionen Menschen auf diesem Planeten immer wieder die einzige Hoffnung, dass seitens der Politik gegen die unzähligen Bedrohungen des Klimawandels vorgegangen wird. Viele haben zwischenzeitlich erkannt, dass nicht nur eine Reduktion des CO2-Austoßes dringend erforderlich ist, sondern auch der Regenwald auf der gesamten Welt vor dem Abholzen geschützt werden muss, da er einen Großteil des erzeugten Kohlendioxids in Sauerstoff umwandelt. So trägt die Abholzung auf der indonesischen Insel Sumatra stark dazu bei, dass unser Klima bedroht ist. Über die Hälfte seiner Tropenwälder hat Sumatra seit 1985 verloren.

Wirtschaftswachstum und die Folgen

Selbstverständlich sind für alle Staaten – sowohl für die Industriestaaten als auch für die Schwellenländer – eine gut funktionierende Wirtschaft und ein stetig ansteigendes Wachstum wichtig. In Indonesien ist das tropische Holz der Regenwälder ein Rohstoff, der dem Land nun mal ein gewisses Maß an Wachstum garantiert. So ist es natürlich nachvollziehbar, dass insbesondere die Papier- und Zellstoffunternehmen des Landes ihre Gewinne aus diesen Ressourcen ziehen. Seit 1985 hat Sumatra durch Abholzung, Brandrodung und Trockenlegung etwa 13 Millionen Hektar seiner Regenwälder verloren – das entspricht gut der Hälfte. Zu Buche schlug dies laut WWF-Analysen in den letzten 20 Jahren mit 7,5 Gigatonnen CO2-Emissionen. Dies entspricht etwa 20 Prozent der weltweiten CO2-Emission.

Artenvielfalt in Gefahr

Wie aber sieht die Zukunft aus? Auf Sumatra wachsen nun auf den abgeholzten oder trocken gelegten Flächen Ölpalmen und Akazien. Die Artenvielfalt ist verschwunden, wo doch gerade die Regenwälder als Festungen gegen den Klimawandel fungieren. Im Gegensatz zu anderen Bepflanzungen können sie nämlich doppelt so viel Kohlendioxid speichern und somit dazu beitragen, dass die Erderwärmung nicht weiter bzw. nicht so stark fortschreitet. Auch die berühmtesten Bewohner der sechstgrößten Insel der Erde sind bedroht: Orang-Utan, Sumatra-Elefant, Sumatra-Tiger und Sumatra-Nashorn haben stark mit dem Waldverlust zu kämpfen. Sie finden weniger zu fressen und können zwischen den gerodeten Flächen keinen Schutz mehr suchen. Es kommt jetzt also darauf an, die verbliebenen Wälder zu erhalten und durch Aufforstungen den Schaden zu begrenzen.

Die Luft zum Atmen

Die asiatischen Länder müssen also dringend etwas tun. Die Auswirkungen des Klimawandels sind schon jetzt dramatisch: dichter Smog über den Millionenstädten und massive Überflutungen sind nur zwei weitere Beispiele. Diese Problematik und mögliche Lösungsansätze wurden auch auf dem diesjährigen  ThomasLloyd Cleantech Kongress in Frankfurt diskutiert, dessen Fokus dieses mal auf Asien lag (lesen Sie hier mehr). Denn ein Umdenken und eine Neuausrichtung hin zu einer sauberen Energiegewinnung und Emissionsreduzierung wie in Europa haben in Asien bis jetzt noch nicht stattgefunden.

Fotoquelle: guentermanaus – Fotolia

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