Antarktis – Schmelzen der Eisberge schreitet immer weiter voran

Das Polareis an den Polen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich an Masse verloren. So hat sich die Eismasse nicht nur in Grönland verringert, sondern auch in der Antarktis. Dies zeigten Satellitendaten, die von Wissenschaftlern genauestens analysiert worden sind.


Anhand dieser Daten konnte erstmals der genaue Umfang des Schmelzens festgestellt werden: Demnach lassen sich jährlich etwa 11 Millimeter des Anstiegs des Meeresspiegels auf das Schmelzen der Eisberge zurückführen, was etwa 20 Prozent des gesamten Anstiegs ausmacht.

Antarktis – Eisschmelze schreitet immer weiter voran

Die Wissenschaftler konnten zudem feststellen, dass die Geschwindigkeit des Abtauens in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen ist. Momentan verlieren die Eisberge etwa ein Drittel mehr Masse als noch in den 1990er Jahren. Zu diesem Ergebnis kam ein britisches Forscherteam, das einen entsprechenden Bericht in dem Fachmagazin „Science“ zum Thema Klimaerwärmung veröffentlichte.

Allerdings sind sich die Forscher in Bezug auf das Eisschmelzen in der Antarktis nicht ganz einig, da einige Studien zu dem Ergebnis kamen, dass es dort eher zu einer Zunahme des Eises kam. Grund dafür sollen die enormen Niederschlagsmengen gewesen sein.

Eisschmelze in der Antarktis – Mehrere Messmethoden

Die Wissenschaftler haben in den letzten 20 Jahren mehrere Messmethoden angewandt, um das Schwinden der Eismassen zu errechnen. So wurde bei den Berechnungen Technik wie Gravimetrie, Interferometrie und Höhenmessungen angewandt. Anhand dieser Messmethoden konnten die Forscher feststellen, dass der Eisverlust in der Antarktis zwischen 340 und 2.300 Gigatonnen liegt. In Grönland liegt er sogar zwischen 2.000 und 3.880 Gigatonnen.

Vorhersagen

Die Wissenschaftler wollen sich allerdings keinen zukünftigen Prognosen stellen. „Ziel der Studie sei ausschließlich eine retrospektive Bewertung der Entwicklung gewesen“. Diese sei notwendig, um bisherige Wettermodelle möglicherweise verbessern zu können. „Nur dann könne ausgeschlossen werden, dass es sich bei den beobachteten Effekten um natürliche, zyklische Schwankungen der Eismasse handelt, wie sie (…) in der Antarktis häufig vorkommen“.

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