Antonia Michaelis nimmt ihre Leser mit in „Die Nacht der gefangenen Träume“

Über das neue Buch der Kinderbuchautorin Antonia Michaelis „Die Nacht der gefangenen Träume“ überschlagen sich in letzter Zeit die Kritiken. Und zurecht, denn das Buch zieht junge und alte Leseratten zugleich sofort in seinen Bann.

Der dreizehn-jährige Frederic besucht das Elite-Gymnasium St. Isaac. Doch hier fühlt er sich alles andere als wohl, denn die Schule ist doch etwas gruselig und seine Mitschüler sind alle Streber, die keine eigenen Träume und Ideen zu haben scheinen. Alle wirken irgendwie wie programmiert. Die einzige Ausnahme bietet Frederics Mitschülerin Änna, die zwar still ist, aber vor Ideen nur so übersprudelt.

Frederic selbst ist in diesem Umfeld ein Außenseiter, der sich nicht dieser kalten Atmosphäre anpassen will. Er liebt es Dinge zu erfinden und kleine Maschinen zu basteln.

In einer solchen, einer Rattenfalle, verfängt sich eines Tages die 90-jährige Nachbarin. Frederic befreit sie und erhält zum Dank eine Dose mit Vitaminen. Die Frau verspricht ihm damit die Welt besser sehen zu können. Und tatsächlich… Am nächsten Morgen hat der Schulleiter Bruhns plötzlich zwei scharfe Haifischzähne, Frederics Lateinlehrer blubbert nur leere und unverständliche Blasen wie ein Karpfen und Änna, deren chronisches Hinken kein Arzt heilen kann, hat eine schwere Kugel aus Angst um das Bein. An seinem Vater erkennt Frederic eine große Wunde über dem Herz, die wohl von dem tödlichen Unfall der Mutter vor ein paar Jahren herrührt.

Frederic belauscht ein Gespräch, in dem es um Änna geht und dass sie für den Schulleiter Bruhns viel zu viele eigene Ideen hat. Nachts verfolgt Frederic Bruhns heimlich und muss mit ansehen, wie Änna im Schlaf mit einer großen Maschinen die Träume ausgesaugt werden.

Doch Frederic kann Ännas Träume wieder zurückholen und sie ihr wieder geben. Die beiden haben jedoch nur noch wenige Tage Zeit um den schrecklichen Plan des Schulleiters, der alle Träume vernichten möchte, aufzuhalten. Dazu müssen sie sich tief in den Schacht der Alpträume wagen…

Autorin Antonia Michaelis hat ein schon häufig behandeltes Thema, die Träume der Menschen, wieder aufgegriffen und mit neuem Pepp versehen. „Die Nacht der gefangenen Träume“ ist wirklich mitreißend und steckt voller lustiger Ideen. Sowohl Atmosphäre als auch Charaktere stimmen und man taucht so tief in die Geschichte ein.

Das perfekte Buch zum Selberlesen oder Vorlesen, an dem sowohl Eltern als auch Kinder ab 10 ihre Freude haben werden…

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2 Kommentare

  1. Lady Ariane

    18. März 2010 at 16:42

    Also die Zusammenfasssung ist ja ganz nett, aber ich finde nicht, dass das Buch ab 10 sein sollte.
    Immerhin taucht schon relativ am Anfang das etwas weniger jugendfrei Wörtchen „F***“
    auf, welches ich als Kind mit 10 zum Beispiel noch nicht kannte.
    Aber das Milieu heut zu Tage…

  2. Lucie

    10. Januar 2011 at 20:11

    Ich fand das Buch „Die Nacht der gefangengen Träume“ einfach toll. Es war sehr spannend und ich habe jeden Tag 100 Seiten gelesen. Sehr traurig war ,ich als ich das Buch plötzlich ausgelesen hatte.

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