Das Leben in der Großstadt – Warum Lärm krank macht

Immer mehr Menschen zieht es zum Leben in die Großstadt, und die Folgen für die Gesundheit sind dabei nicht zu unterschätzen. Lebten vor etwa 50 Jahren nur knapp ein Drittel der Menschen in Großstädten, ist es heute bereits circa die Hälfte.


Der in der Stadt anzutreffende Lärm und die Hektik gehören zu den alltäglichen Dingen, mit denen die dort lebenden Menschen konfrontiert werden. Im Folgenden wollen wir die Folgen davon auf die menschliche Psyche darstellen.

Großstadt und Lärm – Die gesundheitlichen Folgen

Vor noch gar nicht langer Zeit war das Leben der Menschen in kleinen Gruppen organisiert, in denen feste soziale Bindungen vorhanden waren und sich jeder kannte. Heutzutage ist dies anders, da ein Großteil der Menschen in hektischen Großstädten wie New York, Berlin, Tokio oder Bangkok lebt udn kaum noch weiß, wer eigentlich seine Nachbarn sind.

Jeden Tag kommt es zu Kontakten mit wildfremden Menschen, wobei abgeschätzt werden muss, ob einem das Gegenüber bekannt oder sympathisch ist. Dies kann für das Gehirn zu einer sehr harten Arbeit werden und kann in großem Stress enden.

Hohes Krankheitsaufkommen durch Lärm und Stress in der Großstadt

Bei den in den Großstädten lebenden Menschen kommt es aufgrund des hohen Lärmpegels und des dauerhaften Stress zu immer mehr Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen. Aber auch Schizophrenie verbreitet sich immer mehr unter den Stadtbewohnern. Medizinische Studien haben gezeigt, dass Stadtmenschen zu 39 Prozent häufiger an einer Depression erkranken als Bewohner ländlicher Gegenden.

„Obwohl Stadtbewohner im Durchschnitt wohlhabender und besser ernährt sind und auch von einer besseren Gesundheitsversorgung profitieren als Menschen auf dem Land, haben sie umgekehrt ein höheres Risiko für eine psychische Erkrankung“. Diese Umstände sind übrigens auch im Tierreich anzutreffen.

Überbevölkerung ändert Verhaltensweisen

Die Gründe für das vermehrte Aufkommen psychischer Erkrankungen liegen unter anderem in der Überbevölkerung und der Enge in der Großstadt. Diese Umstände können zu einer Veränderung der Verhaltensweisen führen und die Gesundheit beeinträchtigen.

Wissenschaftler haben dazu einen Stresstest durchgeführt, bei dem die Hirnaktivität von Probanden aus der Stadt bzw. aus Kleinstädten verglichen wurde. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass bei den in ländlichen Gebieten lebenden Menschen eine Gehirnregion besonders aktiv war. Diese als Mandelkern bezeichnete Region spielt bei der Entstehung von psychischen Erkrankungen eine große Rolle. Damit wurden erstmals deutliche Relationen zwischen der entsprechenden Umwelt und neurologischen Prozessen nachgewiesen.

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