Die Zukunft der erneuerbaren Energien

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz und vergleichbare alternative gesetzliche Regelungen in vielen Ländern der Erde sind regenerative Energien nicht nur in den Fokus der Betrachtungen der politischen Welt, sondern auch aller Menschen gerückt. Doch wie sieht die Zukunft der regenerativen Energien wirklich aus und wo werden die Schwerpunkte der Entwicklung in fünf oder zehn Jahren liegen. Ein kurzer Blick auf die Bereiche Stromerzeugung, Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften zeigt die Entwicklungen bis in das Jahr 2050 auf.

Regenerative Energien lösen Atomkraft und Kohlekraftwerke vollständig ab

Schon vor dem Reaktorunfall in Japan war der Ausstieg aus der Atomenergie mit einem etwas längerfristigen Zeitrahmen schon beschlossene Sache. Durch die Ereignisse wurde dieser lediglich etwas beschleunigt. Erneuerbare Energien stehen seit dem mehr denn je sowohl im Fokus der Energieerzeugung, als auch der Wahrnehmung der Menschen. Während rauchende Schlote oder dampfende Kühltürme im letzten Jahrhundert für Fortschritt und Wirtschaftskraft standen, stehen nun die leisen und beinahe unsichtbaren grünen Kraftwerke für einen neuen Trend. Die Stromerzeugung wird bis zum Jahr 2050 wohl nahezu zu 100 % aus diesen Energiearten erfolgen. Einziges noch zu lösendes Problem ist die Speicherung der Energie, die insbesondere nachts (bei fehlendem Sonnenlicht) und bei schwachen Winden den Energiebedarf noch nicht ganz decken kann. In Zukunft soll diese überschüssige Energie neben Pumpspeicherkraftwerken aber auch in Heißdampf gespeichert werden, der in beinahe vollständig isolierten Hochdruckbehältern gelagert werden kann und dann zusätzliche Turbinen antreiben kann. Öl und Kohle werden dann nur noch für Kunststoffe, Medizin und chemische Erzeugnisse verwendet anstatt als fossiler Brennstoff verbrannt zu werden.

Die Zukunft der Mobilität ist grün

Bereits das Jahr 2011 ist durch erhebliche Energieeinsparungen und grüner werdende Mobilität gekennzeichnet. Der erste Airbus A321 der Lufthansa mit immerhin 200 Plätzen pendelt mehrmals täglich zwischen Frankfurt und Hamburg und nutzt zu 50 % Bio-Treibstoffe. Regenerative Energien ersetzen somit kostbares Kerosin. Neue Werkstoffe wie Kohlefaserverbundwerkstoffe sparen Gewicht bei Flugzeugen und Autos und senken somit den spezifischen Energieverbrauch pro zurückgelegtem Passagierkilometer. Regenerative Energien vertreiben auch hier ölbasierte Treibstoffe nach und nach.

Regionales Wirtschaften steht ganz am Anfang

Durch die grüne Stromerzeugung und grüne Mobilität verändert sich auch die Aufmerksamkeit der Menschen gegenüber der Umwelt. So stellen die ersten Menschen inzwischen die berechtigte Frage, ob ich Obst aus fernen Ländern täglich genießen und die Jahreszeiten damit praktisch abschaffen soll. Es wächst dabei eine Generation heran, die Ökologie und Lebensgefühl vereinigt sieht und mit dem grünen Puritanismus vergangener Öko-Bewegungen nichts mehr gemeinsam hat.

Bild: anweber – Fotolia.de

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