Johan Theorins Krimi mitten in der mysteriösen Landschaft von „Öland“

Das Erstlingswerk des Schweden Johan Theorin mit dem Titel “Öland” darf man nicht mit anderen skandinavischen Krimis wie beispielsweise denen von Mankell vergleichen. Es hat seinen eigenen besonderen Charme und irgendwie wird dabei die Polizeiarbeit schon fast überflüssig.

Auf der kleinen schwedischen Insel Öland verschwindet in den Siebzigern ein kleiner Junge spurlos. Zwanzig Jahre danach erhält seine Mutter Julia einen Anruf von ihrem Ex-Mann. Er hat einen neuen Hinweis zum Verschwinden ihres Sohnes gefunden und Julia soll nach Öland zurückkommen. Sofort reist sie ab.

Alles deutet daraufhin, dass der mysteriöse Nils Kant der Mörder sei, doch dieser ist längst vor dem Verschwinden gestorben. Es gibt jedoch Gerüchte er streife immer noch durch die Gegend. Eine spannende und überraschende Suche beginnt…

Besonders die Sprache des Autors Johan Theorin hat mich begeistert. Die Beschreibungen der Landschaft Ölands unterstreichen die Stimmung auf eine geniale Art und Weise. Sowieso gibt es wohl keinen besseren Schauplatz für solch eine Geschichte. Nebel liegt über einer kargen Ebene. Das Meer konkurriert mit den harten Wetterlagen und Windmühlen und ein paar vereinzelte Touristen kreuzen einem den Weg.

Zudem sind die Charaktere wahnsinnig gut und genau gezeichnet. Man kann sich absolut in ihre Denkweisen hineinversetzen. Gut gefallen haben mir die Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen, von den Vierzigern bis in die Neunziger.

“Öland” soll übrigens der Auftakt einer vierteiligen Serie sein, die auf Öland spielt und sich nach den jeweiligen Jahreszeiten richtet. Dieser Teil spielt im Herbst.

Man darf also auf die Nachfolger gespannt sein. Absolut empfehlenswert. Weiter so, Herr Theorin!

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