Ein neues Unternehmen gründen – das müssen Sie beachten

Die Bedingungen für Existenzgründungen in Deutschland sind prinzipiell gut. Dennoch müssen viele der 400.000 und mehr Unternehmen, die jedes Jahr an den Start gehen, häufig schon bald wieder schließen. Um dies zu vermeiden, müssen einige wichtige Dinge beachtet werden.


Wenig Startkapital kann das frühzeitige Ende bedeuten

Um mit Ihrem Start-up-Unternehmen die Konkurrenz ausstechen zu können, sollten Sie großen Wert auf die richtige Werbung, ein gutes Marketing und überschaubare Kosten setzen. Die Ziele sollten genau definiert sein, um für Sie und die Kundschaft Transparenz zu schaffen. Die beste Geschäftsidee ist zum Scheitern verurteilt, wenn es die Wirtschaftslage zum geplanten Unternehmensstart nicht zulässt. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, sollten Sie vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit genügend Eigenkapital in das neue Unternehmen einbringen. Weiterer Geldbedarf können bei Banken gesichert oder Fördergelder beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) beantragt werden. Fehlen die notwendigen finanziellen Mittel, kann das Unternehmen in turbulenten Marktzeiten Problemphasen nicht bewältigen. Bei einer unsoliden Finanzierung werden Kreditinstitute keine weiteren Kredite gewähren, und es kommt zu Liquiditätsengpässen. Viele vielversprechende Start-up-Unternehmen scheitern bereits im ersten Geschäftsjahr aufgrund der zu niedrigen Eigenkapitalquote oder ausbleibenden Überschüssen aus der Geschäftstätigkeit (Cash-Flow). Laut Angaben des BMWi haben Unternehmen, die einen Insolvenzantrag gestellt haben, einen durchschnittlichen Eigenkapitalanteil von 20 Prozent aufweisen können. Bei solventen Unternehmen liegt dieser Anteil über 15 Prozentpunkte darüber.

Eine Strategie und die notwendigen Fähigkeiten müssen vorhanden sein

Nicht nur bei Weltkonzernen und großen Mittelständlern spielt die richtige Strategie eine große Rolle. Für Unternehmensgründer ist die strategische Ausrichtung entscheidend verantwortlich für das erfolgreiche Fortbestehen der Unternehmung. Um richtig entscheiden und planen zu können, muss die Unternehmensleitung zumindest grundlegende Weichenstellungen für die mittel- und langfristige Zukunft vornehmen. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse und notwendige Qualifikationen in der Planung und z.B. in der Personalführung sind wichtige Voraussetzungen. Sind diese Vorkenntnisse beim Gründer selbst nicht vorhanden, sollte man diese Fähigkeiten von externer Seite ins Haus holen.

Mit den richtigen Vorkehrungen zum Erfolg

Stellen Sie Ihre Geschäftsidee auf ein solides betriebswirtschaftliches Fundament. Prüfen Sie genau Ihren Finanzrahmen und schöpfen Sie alle Möglichkeiten der staatlichen Förderung aus. Wenn Sie zusätzlich eine solide Strategie verfolgen, steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Wege.

Inhaber der Grafik: Andreas Haertle – Fotolia

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