Klonen: Sind geklonte Menschen und Lebensmittel unsere Zukunft?

Klonen ist weltweit umstritten. Eine exakte Kopie eines schon vorhandenen Lebewesens zu schaffen, könnte viele Krankheiten heilen, doch ist es ethisch überhaupt vertretbar?

Das Schaf Dolly war 1996 das erste geklonte Säugetier. Mittlerweile wird das Klonen in vielen Ländern für die Züchtung von Nutztieren verwendet. Südkorea kann in der Klonforschung die meisten Erfolge verzeichnen.

Dort wurde schon der verstorbene Hund einer Amerikanerin geklont. Wird das auch bald bei Menschen möglich sein? Sollte man unfruchtbaren Eltern die Möglichkeit geben, geklonte Kinder zu bekommen oder würde das zu weit führen?

Klonfleisch wird nicht gekennzeichnet

Das Fleisch von geklonten Tieren werden wir auch in den nächsten Jahren nicht essen. Dafür ist das Klonen noch viel zu teuer. Um ein Tier zu Klonen, bedarf es erst vieler Versuche. Die meisten Embryos schaffen es nicht einmal bis zur Geburt oder kommen mit Fehlbildungen auf die Welt. Das Klonen von Tieren ist deshalb in vielen Ländern verboten.

In den USA und Südamerika nutzen Landwirte das reproduktive Klonen zur Vermehrung ihrer teuren Zuchttiere. Die Nachkommen der geklonten Tiere werden auf normalem Weg gezeugt und kommen in den Handel. Das Fleisch dieser sogenannten transgenen Tiere muss nicht gekennzeichnet werden. In Europa kann das Fleisch nach dem Beschluss der EU-Kommission neuerdings ebenfalls ohne Kennzeichnung verkauft werden.

Klonen von Menschen

In den letzten Jahren haben einige Wissenschaftler mit der Behauptung, einen Menschen geklont zu haben, Aufsehen erregt. Eine von ihnen war die Chemikerin Brigitte Boisselier, die das Klonunternehmen Clonaid leitet. An dem angeblichen Klonbaby Eve wurde jedoch nie ein Gentest durchgeführt, weshalb die Behauptung bis heute nicht bewiesen werden konnte.

Der italienische Forscher Severino Antinori gab sogar bekannt, drei Mütter stünden kurz vor der Geburt von Klonbabys. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört.

Klonen zu therapeutischen Zwecken

In einigen Ländern ist das Klonen zu therapeutischen Zwecken erlaubt. Das therapeutische Klonen wird in der Stammzellforschung genutzt, um Krankheiten zu heilen. Die Embryonen werden nach kurzer Zeit abgetötet. Aus ihnen werden die für die Forschung so wichtigen Stammzellen gezüchtet. So erhoffen sich die Forscher, beispielsweise durch Krebs zerstörte Zellen wieder herstellen zu können oder ganze Organe im Reagenzglas zu züchten.

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2 Kommentare

  1. Hubert

    9. Juni 2011 at 14:42

    Ein sehr informativer Beitrag zum Thema Klonen, danke dafür. Ich finde es irgendwie gruselig und erschreckend wie weit man anscheinend schon mit dem Thema ist und wie nah dran man daran ist Menschen zu klonen. Eigentlich nicht überraschend, bedenkt man das bereits 1996 es mit Dolly schon gelungen war, trotzdem (so geht es mri jedenfalls) habe ich das Thema immer als ferne Zukunft, weit von mir weggeschoben. Ich bin gespannt, wie es mit diesem Thema weiter gehen wird.

  2. Idelle

    18. Juni 2011 at 20:59

    Ein sehr informativer Beitrag zum Thema Klonen, danke dafür. Ich finde es irgendwie gruselig und erschreckend wie weit man anscheinend schon mit dem Thema ist und wie nah dran man daran ist Menschen zu klonen. Eigentlich nicht überraschend, bedenkt man das bereits 1996 es mit Dolly schon gelungen war, trotzdem (so geht es mri jedenfalls) habe ich das Thema immer als ferne Zukunft, weit von mir weggeschoben. Ich bin gespannt, wie es mit diesem Thema weiter gehen wird.
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