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Die Geschichten deutscher Erfolgsunternehmen

In der Wirtschaft geschätzt, im globalen Export stark: Viele weltweit erfolgreiche Unternehmen haben ihren Ursprung in Deutschland und sind – mindestens – so alt wie die Bundesrepublik selbst.

„Made in Germany“

„Made in Germany“: 1887 in England als Kennzeichen minderwertiger Ware entworfen, bedeutet heutzutage genau das Gegenteil – es ist ein Gütesiegel für optimale Qualität. Eng mit diesem Logo verbunden sind die typischen Tugenden wie Gründlichkeit und Pünktlichkeit, für die der mehrfache Exportweltmeister Deutschland weltweit geschätzt ist. Die sogenannten deutschen Gründerjahre, 1871 bis 1873, ließen das Kaiserreich nicht nur den Vorsprung anderer Nationen im Bereich der Industrialisierung aufholen, sondern brachten weltmarktführende Unternehmen hervor, welche die deutsche Wirtschaft ankurbelten und bis heute Bestand haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwuchsen mit der Geburt der Bundesrepublik 1949 – oft aus Familienbesitz entspringende – deutsche Eigenmarken, die vom Weltmarkt kaum mehr wegzudenken sind, mit heute mindestens einer Milliarde Euro Jahresumsatz oder deutscher Börsennotierung.

Deutsche Versandunternehmen zwischen Tradition und Fortschritt

Neben Bereichen wie Maschinenbau, Elektronik sowie Chemie- und Pharmaindustrie, boomte mit Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem der Versandhandel. Die ersten Warenkataloge erschienen in den 1880er Jahren und in den sogenannten „Goldenen Zwanzigern“ wurden renommierte Versandhändler gegründet, die selbst heutzutage in Zeiten des Onlineshoppings noch bestehen, indem sie sich den neuen Marktanforderungen anpassen. Einer der aktuell weltgrößten Versandhauskonzerne ist der 1949 von Werner Otto in Hamburg ins Leben gerufene „Otto“-Versand. 1950 gab es einen ersten – handgeklebten – Katalog. 45 Jahre später war es den Kunden möglich, online zu bestellen. Dieses wichtige Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte geht mit der Zeit, und der Erfolg gibt ihm recht: 2012/13 machte das Unternehmen 2,1 Milliarden Umsatz, davon 80 Prozent aus dem virtuellen Verkauf.

Deutsche Familienunternehmen: Jahrhundertelange Kompetenz

Auch die Lotterie-Einnahme SKL Boesche ist ein erfolgreiches Traditionsunternehmen, ein Familienbetrieb, der für Erfahrung und Fachkompetenz steht. 1776 erwachte das Unternehmen als kleiner stationärer Hamburger Papier- und Schreibwarenhandel. Rund 30 Jahre später gelang mit der Genehmigung, Staatslotterielose zu verkaufen, der Eintritt ins Lotteriegeschäft. 1965 bringt das Aufkommen des Computerzeitalters dem Unternehmen rasanten Fortschritt. Der geschickte Einsatz moderner Technik in Kombination mit persönlichem Kundenkontakt sichert den nunmehr seit vier Generationen andauernden Aufstieg der Familie Boesche als Traditionshaus. Mehr zur Entstehung der SKL Boesche Lotterieeinnahmestelle lesen Sie hier. Derartige Unternehmen in Familienbesitz spielen in Deutschland seit jeher eine wichtige Rolle und stehen beispielsweise mit Krupp, Bosch, BMW oder Tengelmann in namhafter Gesellschaft.

Bild: scusi – Fotolia

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